Brenner. Am Samstag präsentierten Schauspieler von Theaterbühnen aus dem nördlichen und südlichen Wipptal einem interessierten Publikum erstmals unterhaltsame Einakter rund um das Thema Schmuggeln am Brenner Grenzkamm. Neben garantierten Lachern begrüßten die Gastwirte der Themenstraße „alte Brennerpassstrasse“ die Gäste mit einer großen Brennerjause.Während sich entlang der Autobahn die übliche Pfingstverkehrslage einpendelte, amüsierten sich knapp hundert interessierte Gäste bei den Anekdoten der Grenzgänger, welche im Rahmen des Interreg V-Projektes „alte Brennerpassstrasse“ entstanden. Die Theaterspieler konzipierten gemeinsam mit dem Regisseur Gerd Weigel interessante kurzweilige Theaterstücke rund um Anekdoten zum Schmuggeln am Brennerpass.Als historische Grundlage der Skripte dienten Weigel Interviews von Zeitzeugen, welche teils selbst als Schmuggler tätig waren. Die Interviews wurden vom Gemeindechronisten Günther Ennemoser durchgeführt und verschriftlicht. Besonders spannend am Projekt war vor allem die erstmalige Zusammenarbeit der verschiedenen Theaterbühnen aus dem nördlichen und südlichen Wipptal, welche den Einaktern nochmals den besonderen „dialektalen“ Anreiz verlieh.Die Theaterstücke werden nun bis zum 8. Juni in einigen Gaststuben als Gasthaus-Theater aufgeführt. Zudem können sind sie auch im Rahmen einer E-Bike-Tour von Sterzing zum Brenner am Samstag, 26. Mai, und einer Erlebnis-Wanderung von Gries am Brenner zur Sattelbergalm, am Sonntag, 27.Mai, an den Originalschauplätzen erlebbar. Weitere Infos hierzu finden interessierte Grenzgänger auf der Seite www.altebrennerpassstrasse.eu.Im Anschluss an die Premiere gratulierte Projekt-Ideengeber Günter Strickner den Laienschauspielern zur Darbietung. Franz Kompatscher, Bürgermeister der Gemeinde Brenner, war überrascht den ein oder anderen Schmuggler aus „früheren“ Zeiten erkannt zu haben. Helmut Tauber, HGV-Bezirksobmann und Fürsprecher für den Südtiroler Projektträger, und Kurt Hasenbacher, Präsident des TVB Wipptal, lobten alle Beteiligten und erhoffen sich viel Zuspruch für die traditionsreichen Wirtsstuben entlang der Brennerstraße. Ein Dank ging von Seiten der Organisatoren abschließend an alle beteiligten Schauspieler, welche die Inszenierung durch ihre Freude am Theater erst ermöglichten.Das Projekt „alte Brennerpassstrasse“ wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Interreg V-A Italien-Österreich 2014-2020 gefördert.Michael Mair, Freienfeld