Freitag, 30. September 2016

Ausländerfeindliche Übergriffe in Großbritannien

Nach Polen hat sich nun auch Tschechien besorgt über fremdenfeindliche Übergriffe in Großbritannien gezeigt. Ministerpräsident Bohuslav Sobotka kritisierte bei einem Telefongespräch mit Premierministerin Theresa May, dass auch Tschechen, die auf der Insel leben und arbeiten, zu Opfern von Hass und Gewalt geworden seien.

Vergangene Woche ist ein Tscheche in London zusammengeschlagen und dabei tödlich verletzt worden.
Vergangene Woche ist ein Tscheche in London zusammengeschlagen und dabei tödlich verletzt worden. - Foto: © LaPresse

„Leider hat einer dieser Angriffe zum tragischen Tod eines tschechischen Bürgers geführt“, sagte der Sozialdemokrat Sobotka nach Angaben eines Sprechers vom Freitag.
Ein 31-jähriger Tscheche war vor einer Woche nach einem Streit in einem Fast-Food-Restaurant im Osten Londons von einer Männergruppe zusammengeschlagen und tödlich verletzt worden.

Der genaue Hintergrund ist noch unklar. Ein privater Spendenaufruf im Internet für die Überführung des Toten in seine Heimat hat umgerechnet rund 19.400 Euro eingebracht.

Seit dem Brexit-Votum wird über eine Zunahme fremdenfeindlicher Vorfälle in Großbritannien berichtet. Sobotka forderte seine Kollegin auf, Maßnahmen dagegen zu ergreifen.

apa/dpa

stol