Dienstag, 20. September 2016

Außenminister beraten über gebrochenen Waffenstillstand in Syrien

Mit einem Außenministertreffen in New York will die Staatengemeinschaft versuchen, den massiv gebrochenen Waffenstillstand in Syrien doch noch zu retten.

Der deutsche Außenminister Steinmeier äußerte sich skeptisch über den gebrochenen Waffenstillstand.
Der deutsche Außenminister Steinmeier äußerte sich skeptisch über den gebrochenen Waffenstillstand. - Foto: © APA/AFP

Auf Einladung von US-Außenminister John Kerry und Russlands Außenminister Sergej Lawrow kamen am Rande der UN-Vollversammlung am Dienstag Vertreter aus mehr als einem Dutzend Ländern zusammen.

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier äußerte sich vor Beginn sehr enttäuscht über die neue Eskalation der Gewalt. „Innerhalb von wenigen Stunden ist alles zusammengebrochen. Wir werden überlegen müssen, ob es Wege gibt zurück in den verhandelten Waffenstillstand oder ob das schon aussichtslos geworden ist“, sagte der SPD-Politiker. „Ich hoffe natürlich, dass es gelingt, die Eskalation zurückzuführen. Aber sicher kann ich mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht sein.“

Den Angriff auf einen Hilfskonvoi in der Nähe der umkämpften Stadt Aleppo bezeichnete er als „eine abscheuliche, eine terroristische Tat, die wir auf das Allerschärfste verurteilen“. Bei dem Angriff wurden nach Angaben von Hilfsorganisationen etwa 20 Zivilisten und ein Mitarbeiter des Syrischen Roten Halbmondes getötet. Russland und Syrien bestreiten, in den Angriff verwickelt zu sein.

apa/dpa

stol