Samstag, 17. Februar 2018

Auszeichnung für US-Senator McCain bei Sicherheitskonferenz

US-Senator John McCain ist bei der Münchner Sicherheitskonferenz mit dem Ewald-von-Kleist-Preis ausgezeichnet worden. Zur Verleihung konnte der schwer kranke McCain nicht anreisen, an seiner Stelle nahm seine Frau Cindy die Auszeichnung am Samstagabend beim Staatsbankett in der Münchner Residenz entgegen.

McCains Frau Cindy kam mit Ex-Vizepräsident Joe Biden Foto: APA (dpa)
McCains Frau Cindy kam mit Ex-Vizepräsident Joe Biden Foto: APA (dpa)

Dem 81-Jährigen wurde im Sommer ein bösartiger Hirntumor entfernt. Sein Parlamentsmandat hat er zwar nicht abgegeben, doch zwingt ihn seine Krankheit immer wieder zu Auszeiten.

Die Konferenz-Organisatoren würdigen mit dem Preis einen Parlamentarier, dem die transatlantischen Beziehungen eine Herzensangelegenheit sind. McCain sei ein „unbeugsamer Verfechter der Idee des Westens”, begründete der Konferenzvorsitzende Wolfgang Ischinger die Auswahl des Preisträgers bei dessen Bekanntgabe. Die Laudatio auf den Republikaner hielt am Samstag der frühere US-Vizepräsident Joe Biden von den Demokraten.

Im US-Kongress ist der 81-jährige McCain nach wie vor eine immens wichtige Figur - nicht nur wegen seiner enormen Expertise in der Sicherheits- und Außenpolitik. Auch aufgrund der knappen Mehrheitsverhältnisse im Senat, wo für die Republikaner von US-Präsident Donald Trump jede Stimme zählt, steht McCain als extrem unabhängiger Kopf oft im Fokus.

Der Preis wird in Erinnerung an den deutschen Verleger und ehemaligen NS-Widerstandskämpfer des 20. Juli, Ewald von Kleist, verliehen, der die Wehrkundetagung 1962 aus der Taufe gehoben hatte.

apa/ag.

stol