Nach der aktuellen Statistik des deutschen Autoclubs bleibt die Batterie die Pannenursache Nummer eins. Jede dritte Panne sei im vergangenen Jahr auch bei neuen Fahrzeugen auf eine defekte oder entladene Batterie zurückgegangen, teilte der ADAC am Donnerstag in München mit. Pannenstatistik-Leiter Helmut Schmaler macht dafür das mangelnde Energiemanagement in modernen Autos verantwortlich. „Es liegt nicht an der Batterie selbst.“Laut Schmaler gibt es immer mehr Verbraucher im Auto, die auch bei geparkten Fahrzeugen die Akkublocks leersaugen. Es gebe inzwischen „eine Menge Steuergeräte“, Wegfahrsperren und Alarmanlagen. Die Hersteller hätten darauf noch nicht die richtigen Antworten gefunden. Das Problem betreffe meist nicht die Premiummarken, sondern Kleinwagen mit einfacher Technik. Die Zukunft liegt nach Einschätzung des ADAC-Experten bei modernen Lithium-Ionen-Akkus, die aber noch das Fünffache von herkömmlichen Bleibatterien kosteten. Beim Kauf sollten die Fahrer auch lieber zu den teureren Qualitätsmarken greifen, „Billigangebote können Sie vergessen“, sagte Schmaler.Auffällig ist auch, dass die Pannenhelfer mittlerweile bei etwas mehr als einem Prozent der Einsätze einfach nur Sprit nachfüllen müssen. Die Zahl der mit leerem Tank liegengebliebenen Fahrzeuge hat sich somit um fast ein Zehntel gegenüber dem Vorjahr erhöht. „An der Technik hat sich hier nichts geändert“, betont Schmaler.Der ADAC-Experte glaubt, dass Autofahrer wegen der hohen Spritpreise nicht mehr so oft volltanken und auf eine Tankstelle mit niedrigeren Preisen hoffen. Auch Bordcomputer mit Reichweite- Anzeige, die ungenau sei und von der Fahrweise abhänge, könnten eine Ursache sein. „Die Leute glauben sklavisch an diese Anzeige“, sagt Schmaler. Der Autoclub wertete rund 500.000 Pannen aus dem Jahr 2012 aus. Herangezogen wurden nur Autos, die nicht älter als sechs Jahre sind. Sie mussten in mindestens drei aufeinanderfolgenden Jahren im wesentlichen unverändert gebaut und in einem der Jahre mindestens 10 000 Mal zugelassen worden sein.dpa