Freitag, 15. April 2016

Backstage: Der Ausnahme-Musiker

Nein, ihn muss man nicht mehr groß vorstellen. Martin Perkmann kennt man in Südtirol. Möchte man meinen. Denn auf seinem neuen Album „Oanzlkind“ lernt man völlig neue Facetten des Musikers, aber auch des Menschen Martin Perkmann kennen. Facetten, die das Album zu dem machen, was es ist: Ein sehr persönliches Zeugnis eines Ausnahme-Musikers.

Martin Perkmann
Martin Perkmann

Es war im Herbst 2002, als der damals 21-jährige Bozner Martin Perkmann die große ORF-Bühne der Casting-Show „Starmania“ betrat. Und begeisterte. Die Jury lobte ihn über den Klee. Doch Perkmann beschloss, aus der Show auszusteigen. Aus freien Stücken. Es sei einfach nicht sein Ding gewesen, wie er sagt. Nichtsdestotrotz hat ihm die kurze Zeit im Rampenlicht sehr geholfen. „Ich hatte die Gelegenheit mit tollen Musikern, Produzenten und Textern zu arbeiten.“ 

Das komme ihm heute noch zugute. „Ich weiß, wie man Texte schreibt, wie man an ans Komponieren herangeht und wie man sich präsentiert.“ Eindrucksvoll beweist er dies mit seinem neuen Album „Oanzlkind“ – eigentlich sein erstes richtiges Album, wie er betont. „Ich habe zwar schon öfters eigene Songs veröffentlicht, aber ein ganzes, in sich stimmiges Album, gab es bislang noch nicht von mir.“ Der Name des Albums ist Programm. Perkmann ist nämlich nicht nur in seiner Familie das Einzelkind, sondern auch mit der Musik: So stammt jeder der 10 Songs aus seiner Feder. Damit nicht genug: Auch die Musik auf „Oanzlkind“ stammt zur Gänze von ihm selbst: Angefangen von der Gitarre, über das Piano bis hin zur Stimme. Und das Ganze wäre nicht stimmig, hätte er nicht auch das Albumcover selbst entworfen.

Jeder einzelne der 10 Songs erzählt eine eigene, ganz persönliche Geschichte – gesungen im Südtiroler Dialekt. Damit beackert der Bozner ein in Südtirol noch eher neues Feld. Es gibt zwar einen Max von Milland, der diese Schiene fährt, doch ist noch genügend freier Platz – den nun eben Perkmann einnimmt. „Ich bin Realist genug, um zu wissen, dass ich mit diesem Album nicht die österreichischen oder deutschen Charts erobern werde“, sagt er. Daher habe er sich auf Südtirol konzentriert und in der Konsequenz im Dialekt gesungen. „Das liegt mir und ist authentischer“, sagt er. Und wie es ihm liegt. Bestes Beispiel dafür ist die Single „Über die Dächer“.

stol/sor

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Ein ganzseitiges Portrait über Martin Perkmann gibt es im aktuellen „Dolomiten“-Magazin und das Radiointerview und eine aktuelle Single auf „Südtirol 1“ ab 17 Uhr (Wiederholungen am Samstag ab 19 Uhr und am Sonntag ab 17 Uhr)

stol