Freitag, 31. Mai 2019

„Backstage“: „Über Social Media reflektieren“

Von der österreichischen Indie-Szene werden sie seit ihrem Debüt vor 2 Jahren gefeiert. Und das nicht ohne Grund: Die Rede ist von „Elis Noa“. Die Band rund um die Brixner Sängerin Elisa Godino hat den Pop von gängigen Klischees befreit und einen neuartigen Sound erschaffen. Nun legen „Elis Noa“ nach mit ihrer zweiten EP „Love Letters“.

„Elis Noa“.
„Elis Noa“.

Der Name „Elis Noa“ steht für die Liebe zum soundästhetischen Detail, tiefgehende, ehrliche Texte und ein Faible für ausgefeilte Songarrangements. Das bestätigt sich auch beim neuen Mini-Album „Love Letters“. Und dennoch haben „Elis Noa“ ihren Sound weiterentwickelt, er ist minimalistischer und poppiger geworden. Inhaltlich findet sich der zusammenhängende rote Faden in den Songs selbst. Jeder Song repräsentiere ein Stadium der Liebe, wie die Musiker sagen: Die Hingabe („Love Letter“), den Wunsch („Into You“), die Frustration („Good Boy“) und die Extase („Rush“).  

„Good boy“ ist die aktuelle Video-Single der Band, das Thema, das sie darin behandeln, ist brandaktuell, es geht um soziale Netzwerke: „Die Inspiration zu den Texten ist meist ein momentanes starkes Gefühl, das das Bedürfnis hat, in Form von Musik ein neues Gewand zu finden. Wir beobachten unsere Umwelt und Mitmenschen und finden die momentane, sehr unreflektierte Umgangsweise mit den sozialen Medien schwierig.“  Die Idee hinter dem Song entstand in einem Moment der Frustration. Mit „Good Boy“ sei der Mensch gemeint, der mittlerweile einen Fetisch für externe Validierung entwickelt habe. Social Media funktioniere wunderbar dafür. 

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Ein ganzseitiges Interview mit Elis Noa gibt's im aktuellen "Dolomiten"-Magazin und eine aktuelle Single und das Radio-Interview auf „Südtirol 1“ ab 16 Uhr (Wiederholungen am Samstag ab 19 Uhr und am Sonntag ab 17 Uhr)!

stol