Freitag, 11. Februar 2022

Marc Perin: Gefühlvoll an der Gitarre

Glauben Sie an Einhörner? Nein? Dann warten Sie die Geschichte ab, die hinter dem neuen Stück des Pusterer Gitarristen Marc Perin steckt. „Unicorn Train“ erinnert uns daran, dass wir unsere Begeisterungsfähigkeit nie verlieren und stets an Wunder glauben sollten.

Am 1. April präsentiert Marc Perin sein neues Album. - Video: stol

Marc Perin entdeckte die Liebe zur Gitarre durch seinen Vater: „Eines Tages brachte er eine Gitarre nach Hause, weil er selbst anfangen wollte zu spielen.“ Er habe zwar nach einer gewissen Zeit nicht mehr darauf gespielt, „die Gitarre blieb aber dennoch da – unberührt in einem Schrank.“

Der 10-jährige Marc holte sie hervor, als er entscheiden musste, welches Instrument er in der Musikschule neben der Blockflöte erlernen wollte. „Die Wahl für die Gitarre war naheliegend“, erinnert er sich. Einige Jahre später war es vor allem der Sound von Rodrigo y Gabriela, der Perin packte. Rodrigo y Gabriela sind ein mexikanisches Duo, echte Popstars auf der akustischen Gitarre, die besonders in Lateinamerika Stadien füllen. „In meiner Musik verschmilzt der perkussive Einfluss von Rodrigo y Gabriela mit jenem des Fingerstyle-Gitarristen Tommy Emmanuel“, sagt Perin.

Bislang hat Marc Perin 2 Alben veröffentlicht. Im April folgt Album Nr. 3 – mit Namen „Grow“. Ein Lied daraus, „Unicorn Train“, hat er kürzlich als Videosingle veröffentlicht. Hinter dem Stück steckt eine mitreißende Geschichte: „Ich saß im Zug von Innsbruck nach Hause, da kontaktierte mich ein US-Amerikaner. Er sagte, er habe meine Musik im Internet entdeckt, und bat mich, für seine Tochter zum 7. Geburtstag ein Lied zu schreiben. Die Tochter beschrieb er als sehr lebenslustig und begeisterungsfähig. Ich griff sofort zur Gitarre, die ich dabei hatte, und begann draufloszuspielen.“

Es habe nicht lange gedauert, da sei auch schon der Schaffner vor ihm gestanden und habe mit einer Strafe von 250 Euro gedroht, wenn ich nicht sofort mit dem Gitarrenspiel im Zug aufhörte. „Ich unterbrach meinen kreativen Prozess, die Melodie behielt ich aber im Kopf. Zuhause angekommen, stellte ich den Song fertig, nahm ihn auf und schickte ihn dem Vater des Mädchens.“ Dieser ließ zwar nichts mehr von sich hören, ja bedankte sich nicht einmal, aber Perin war dennoch nicht verbittert: „Ich verdanke ihm und seiner Tochter diesen schönen Song, den ich nun mit allen teilen kann.“

Das offizielle Album-Releasekonzert findet am 1. April in der Bozner Carambolage statt. Ein Pflichttermin für Liebhaber seines virtuosen Gitarrenspiels.

Einen ganzseitigen Bericht über Marc Perin gibt's im aktuellen „Dolomiten“-Magazin und die aktuelle Single und das Radio-Interview auf „Südtirol 1“ ab 16 Uhr (Wiederholungen am Samstag ab 19 Uhr und am Sonntag ab 17 Uhr)!

hil

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