Montag, 12. Juli 2021

Stunde Null begeistern Fans mit Urlaubstagen und Mini-Festival

Die Südtiroler Kulturszene wurde durch die Coronakrise schwer getroffen und nur langsam kommen die erhofften Lockerungen, die einen Neustart der Kultur ermöglichen. So wurde es auch für Stunde Null, der erfolgreichen Rockband aus Barbian, eine zähe und mühselige Vorbereitungszeit für das alljährlich geplante „Schrei der Berge“-Festival. Doch weil das Festival abgesagt werden musste, schüttelte die Band kurzerhand einen Plan B aus dem Ärmel.

Letzten Donnerstag spielte die Band ein traumhaftes Akustik-Konzert an einem der schönsten Aussichtspunkte Südtirols.
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Letzten Donnerstag spielte die Band ein traumhaftes Akustik-Konzert an einem der schönsten Aussichtspunkte Südtirols. - Foto: © Stefan Gantioler
Nachdem das „Schrei der Berge“-Festival Anfang Juni, einen Monat vor dem geplanten Termin, trotz eines eigens erarbeiteten Hygienekonzepts aufgrund undurchsichtiger Bestimmungen abgesagt werden musste, zog die Band kurzerhand Plan B aus der Tasche und organisierte die „Schrei der Berge“-Urlaubstage.

Diese fanden letzte Woche statt und begeisterten die zahlreich aus Deutschland und der Schweiz angereisten Fans mit der wunderbaren Bergwelt Südtirols. Höhepunkte dieser Urlaubstage waren sicherlich die beiden Konzerte, die Stunde Null den Mitreisenden bot.

Das erste dieser Konzerte fand letzten Donnerstag früh morgens um 4:30 Uhr auf der Barbianer Alm knapp unterhalb des Rittner Horns statt. Die Band spielte ein traumhaftes Akustik-Konzert an einem der schönsten Aussichtspunkte Südtirols, während im Hintergrund die Sonne hinter den imposanten Gipfeln der Dolomiten aufging.

Den krönenden Abschluss fanden die Urlaubstage am vergangenen Samstag mit dem „Schrei der Berge“-Mini-Festival, welches als kleinere Variante des eigentlich geplanten Events auf dem Festplatz von Barbian abgehalten wurde. Hierbei holte sich Stunde Null Unterstützung von mehreren Künstler.

Die Musikkapelle Barbian, Andrea Rabensteiner, Jonas Oberstaller&Theresa Falkensteiner, Spremuta sowie als Hauptact des Abends natürlich Stunde Null konnten nach über eineinhalb Jahren dank des Green Passes endlich wieder vor Publikum spielen. Eine unbeschreibliches Gefühl - nicht nur für die Künstler, auch für die begeisterten Fans.

Aufgrund der ausgelassenen Stimmung und der ein oder anderen Freudenträne, die man im Publikum beobachten konnte, kann man schlussfolgern, dass der Kulturstillstand schon viel zu lange anhält. Denn eines zeigte dieser Abend klar: Die Atmosphäre eines Live-Konzertes vor Publikum ist durch nichts anderes ersetzbar. Und so bleibt eigentlich nur noch zu hoffen, dass auch die Kunst- und Kulturszene endlich wieder zurück in die Normalität darf.

Im Jänner veröffentlichte die Deutschrockband Stunde Null aus Barbian ihr 3. Studioalbum „Wie laut die Stille schreit“. Mehr dazu bei Backstage.

stol

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