<b>von von Karl Tschurtschenthaler</b><BR /><BR />In seinem Eintrag auf Facebook beschreibt der Mann den Vorfall vom Mittwoch, 19. Juni, im Detail: Er sei frühmorgens mit seinem Rennrad von Mühlbach auf dem Weg nach Obervintl gewesen, als gegen 5.30 Uhr auf der Höhe des Prielweges Nr. 10 plötzlich der Bär seinen Weg gekreuzt habe. <BR /><BR />In einer Entfernung von etwa 40 Metern habe das Tier vom Ufer der Rienz ausgehend den Radweg überquert und sie dann rechterhand im Wald verschwunden, „wo man noch Äste gratschen gehört hat“.<BR /><BR /> Die Sache habe nur wenige Sekunden gedauert, weshalb es auch kein Foto oder Video des Tieres gebe. Der Radfahrer ist übrigens felsenfest davon überzeugt, einen Bären gesehen zu haben. Ein Hund, ein Ross oder auch ein anderes Tier, was man im Nachhinein versucht habe, ihm einzureden gesehen zu haben, sei es ganz sicher nicht gewesen, steht im Eintrag. <h3> Keine Spuren gefunden</h3>Am Vormittag desselben Tages habe er den Vorfall in der Forststation Mühlbach gemeldet. Das bestätigt die Forstbehörde, die daraufhin an den angezeigten Ort ausgerückt sei, wie Günther Unterthiner erklärt, der Abteilungsdirektor des Landesforstdienstes. <BR /><BR />„Mitarbeiter der Forststation Mühlbach und der Jagdaufseher mit seinem Hund haben das Gebiet akkurat abgesucht. Gefunden haben sie leider wieder nichts“, sagt Unterthiner. Auch der Hund des Jagdaufsehers habe nicht angeschlagen. Kleinreden will Unterthiner die Sichtung aber keinesfalls, da es bereits die zweite Meldung dieser Art in Vintl war. „Aber wir brauchen nachgewiesene Spuren, um die Anwesenheit des Bären in dem Gebiet auch offiziell bestätigen und gesicherte Informationen nach außen geben zu können.“<BR /><BR />Vintls Bürgermeister Walter Huber weiß von der gemeldeten zweiten Begegnung mit dem Bären und bestätigt auch, dass es wieder keinen Nachweis gegeben habe. An der Sichtung zweifelt er zwar nicht, dass aber nichts gefunden wurde, sei zumindest etwas ungewöhnlich, „weil der Bär einen Kartoffelacker überquert haben soll. Auf dem Ackerboden müsste man doch eine Spur sehen“, meint der Bürgermeister. Abteilungsdirektor Unterthiner pflichtet ihm bei. Dennoch hält er die zweite Meldung für glaubwürdig und mahnt die Bevölkerung zur Vorsicht. Grund zur Panik gebe es aber nicht, beruhigt er.