Sonntag, 29. Juli 2018

Bahnhof Rosenheim wegen Suche nach illegalen Migranten gesperrt

Wegen der Suche nach Flüchtlingen, die auf einem aus Österreich kommenden Güterzug illegal eingereist waren, ist am Samstag der Bahnhof im bayerischen Rosenheim zwei Stunden lang für den Zugverkehr gesperrt worden. Sieben Afrikaner wurden letztlich gefasst.

Die Migranten waren mit einem Güterzug aus Italien nach Rosenheim gelangt.
Die Migranten waren mit einem Güterzug aus Italien nach Rosenheim gelangt. - Foto: © APA/AFP

Auch ein Hubschrauber wurde bei der Suchaktion eingesetzt, berichtete die deutsche Bundespolizei in der Nacht auf Sonntag in einer Aussendung. 

Ein Guineer wurde nach der Festnahme in eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge gebracht, sechs nigerianische Staatsbürger „werden das Land voraussichtlich bald wieder verlassen müssen“, weil sie in einer Befragung keine Schutz- oder Asylgründe geltend machen konnten, hieß es.

Die Personen hatten sich offenbar durch ein aufgeschlitzte Plane in einem Lkw-Auflieger versteckt, der mit dem Zug über den Brenner nach Deutschland transportiert worden war. Unter ihnen befand sich ein Minderjähriger und eine Schwangere.

Alarmiert wurden die Behörden von einem Zugreisenden, der im Bahnhof gesehen hatte, wie mehrere Migranten von einem Güterzug herunter kletterten. Daraufhin wurde ab 10 Uhr die Suchaktion im gesamten Bahnhofsbereich gestartet. Weil Lebensgefahr nicht auszuschließen war, wurde auch der Strom in den Oberleitungen abgeschaltet.

apa

stol