2 Jahre lang mit dem Selbsttest-Gerät unterwegs: Diese Auflage könnte bald etlichen Fahrerinnen und Fahrern blühen. <BR /><BR /><b>Was ist der Alcolock?</b><BR />Die Bezeichnung Alcolock ist eine Abkürzung für „Alcohol interlock system), im deutschen Sprachraum wird auch die Bezeichnung Alkohol-Wegfahrsperre verwendet. Es handelt sich um ein Gerät, mit dem eine Fahrerin oder ein Fahrer in einem Selbsttest den Alkoholgehalt im Atem misst. Wie bei der Kontrolle durch die Polizei wird dabei in ein Röhrchen gepustet. Das Gerät ist über eine Datenleitung direkt mit dem Steuerungssystem des Autos verbunden. Wenn der Alkoholgehalt im Atem über dem gesetzlich erlaubten Wert liegt, kann das Auto, das Motorrad oder der Motorroller nicht mehr gestartet werden, weil die Zündung oder die Treibstoffzufuhr für den Motor stillgelegt wird. <BR /><BR /><b>Wer muss in Zukunft einen Alcolock einbauen lassen?</b><BR />Die (noch nicht vom Parlament genehmigte) Straßenverkehrsordnung sieht vor, dass der Alcolock nach der gerichtlichen Verurteilung wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss im Auto, Motorrad oder Motorroller eingebaut und vor jeder Fahrt verwendet werden muss. Es trifft also jene, die mit mehr als 0,8 Promille am Steuer erwischt werden. Geplant ist, dass das Gerät 2 Jahre lang verwendet werden muss; wer mehr als 1,5 Promille im Blut hatte, muss 3 Jahre lang mit dem Alcolock herumfahren. <BR />Im Gesetzestext, der dem Parlament vorgelegt wird, ist allerdings nicht genau angegeben, ob es sich um eine vorläufige oder definitive Verurteilung handeln muss. <BR /><BR /><b>Was kostet der Einbau eines solchen Geräts und wer bezahlt das?</b><BR />Den Alocolock muss sich der verurteilte Alkohol-Lenker selbst bezahlen! Zur drastischen Geldstrafe und den Kosten für die Wiedererlangung des Führerscheins kommt noch einmal eine schmerzhafte Summe dazu. Ein solches Gerät kostet zwischen 1500 und 2000 Euro, dazu kommt der Einbau. Noch einmal teurer wird es bei älteren Autos. Alle seit dem 6. Juli 2022 in Italien zugelassenen Neuwagen müssen die Schnittstelle für den Alcolock bereits eingebaut haben. Bei älteren Modellen muss dies nachträglich gemacht werden, was entsprechend teurer ist. <BR /><BR /><b>Gibt es den Alcolock bereits in anderen Ländern?</b><BR />Ja, schon seit etwa 8 Jahren. So bietet der Hersteller Volvo den serienmäßigen Einbau an – für Fahrerinnen und Fahrer, die sich freiwillig testen möchten.<BR />Mehrere europäische Länder setzen auf diese technische Lösung im Kampf gegen Alkohol am Steuer. So ist die Wegfahrsperre in Finnland in Schulbussen verpflichtend vorgeschrieben. Auffällige Fahrer können mit Gerichtsurteil zum Nachrüsten verpflichtet werden. In den Niederlanden muss ein Fahrer unter Alkoholeinfluss den Führerschein so lange abgeben, bis er das Gerät eingebaut hat, anschließend muss er es 2 Jahre lang benutzen. Auch in Polen müssen verurteilte Alkohol-Lenker die Wegfahrsperre einbauen. Eine interessante Regelung hat Frankreich: Dort ist grundsätzlich jeder Fahrer verpflichtet, einen Einweg-Alkoholtester im Wagen mitzuführen. Bei einer Polizeikontrolle wird das aber nicht überprüft. Wer jedoch unter Alkoholeinfluss in einen Unfall verwickelt ist, könnte Probleme bekommen, wenn er keinen Alkoholtester dabeihatte.<BR /><BR /><b>Zur Erinnerung: Welche Alkoholgrenzen gelten im Straßenverkehr?</b><BR />Grundsätzlich sollte gelten: Wer fährt, trinkt keinen Alkohol. Das ist die einfachste und sicherste Regel.<BR />In Italien dürfen sich Fahrerinnen und Fahrer mit höchstens 0,5 Promille ans Steuer eines Autos, Motorrads oder eines anderen Fahrzeugs setzen. Ein grundsätzliches Alkoholverbot gilt für Berufsfahrer (Busse, Lkw usw.), für Führerscheinneulige in den ersten 3 Jahren und für alle unter 21 Jahren. <BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />