Montag, 20. April 2015

Ban: Weltgemeinschaft muss Flüchtlingskrise gemeinsam schultern

Nach der neuerlichen Flüchtlingstragödie im Mittelmeer mit Hunderten Todesopfern hat UN-Generalsekretär Ban Ki-moon die Weltgemeinschaft aufgefordert, die Flüchtlingskrise gemeinsam zu schultern.

Ban Ki-moon
Ban Ki-moon - Foto: © APA/AP

Ban sei „schockiert und zutiefst traurig“ über den jüngsten Untergang eines Schiffs mit mehr als 700 Menschen an Bord, teilte sein Sprecher am Sonntag (Ortszeit) in New York in einer Erklärung mit.

Der UN-Generalsekretär rufe „die internationale Gemeinschaft zu Solidarität und Lastenverteilung angesichts dieser Krise“ auf. Das Mittelmeer habe sich zur „weltweit tödlichsten Route“ von Flüchtlingen entwickelt, kritisierte Ban. Die Regierungen müssten nun nicht nur die Rettungseinsätze auf hoher See verbessern, sondern auch „das Asylrecht für die wachsende Zahl von Menschen sicherstellen, die in aller Welt vor Krieg fliehen, die Zuflucht und einen sicheren Ort brauchen“.

In der Nacht zum Sonntag war rund 110 Kilometer vor der Küste Libyens ein Flüchtlingsschiff gekentert. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR waren rund 700 Menschen an Bord, von denen nur 28 gerettet werden konnten. Nach Angaben eines Überlebenden befanden sich sogar 950 Flüchtlinge an Bord, darunter 50 Kinder.

apa/dpa

stol