Samstag, 29. August 2015

Bangkok-Anschlag: Verdächtiger verhaftet

Die thailändische Polizei hat am Samstag auf der Suche nach dem Bombenattentäter vom 17. August einen dringend Verdächtigen festgenommen. Nach Informationen der Lokalzeitung „Khaosod“ handelt es sich um einen 28 Jahre alten Türken.

Bei einem Anschlag auf den Erawan-Schrein (im Bild) in Bangkok kamen 20 Menschen ums Leben. Ein dringend Tatverdächtiger wurde nun von der thailändischen Polizei verhaftet.
Bei einem Anschlag auf den Erawan-Schrein (im Bild) in Bangkok kamen 20 Menschen ums Leben. Ein dringend Tatverdächtiger wurde nun von der thailändischen Polizei verhaftet. - Foto: © APA/EPA

Der Verhaftete entspräche dem Aussehen jenes jungen Mannes, der auf den Überwachungsvideos vom Erawan-Schrein zu sehen ist, wie er einen Rucksack ablegt und dann wieder verschwindet, erklärte ein Polizeisprecher: „Er sieht so aus wie der, den wir suchen.“

Außerdem durchsuchte die Polizei eine Wohnung im nördlichen Teil Bangkoks und habe dort reichlich Material gefunden, dass zum Bombenbau eingesetzt werden könne, sagte der Sprecher.
Bei dem Anschlag (STOL hat berichtet) waren 20 Menschen getötet worden, darunter auch 14 Ausländer.

Organisation "Graue Wölfe" vermutlich für Anschlag verantwortlich

Der angesehene Analyst der britischen Publikation „IHS Jane's“, Anthony Davis, hat die rechtsextreme türkische Organisation „Graue Wölfe“ als mögliche Täter ins Spiel gebracht. Sie hätten bei Übergriffen auf das thailändische Konsulat in Istanbul im Juli in erster Reihe gestanden.

Dort wurde gegen die Abschiebung von 109 illegal in Thailand eingereisten Uiguren, Angehörigen einer muslimischen Minderheit in China, protestiert. Die Uiguren sind ein Turkvolk. Ihre Sprache ist mit der türkischen Sprache verwandt.

Südtiroler erlebt Anschlag hautnah

Der Bozner Francesco Fabbiani war während des Anschlags in Bangkok und hat ihn hautnahm miterlebt. Er verbrachte mit seiner Familie einen Teil seines Urlaubs im Luxushotel Hyatt Erawan, das nur wenige Meter vom zerstörten Schrein entfernt liegt. Mit STOL hat er kurz nach den Ereignissen über seine Eindrücke gesprochen. Den gesamten Bericht finden sie hier.

apa/reuters/dpa/stol

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