Freitag, 18. August 2017

Barcelona gedenkt Terroropfern mit Schweigeminute

Barcelona hat am Freitagmittag den Opfern der Terrorattacke von „Las Ramblas“ mit einer Schweigeminute gedacht. Auf der berühmten Plaça de Catalunya versammelten sich um 12 Uhr unter anderem auch König Felipe VI. und Ministerpräsident Mariano Rajoy sowie zahlreiche weitere Politiker und Behördenvertreter.

König Felipe von Spanien (5.v.l.), der spanische Premierminister Mariano Rajoy (3.v.l.) und der Präsident von Katalonien, Carles Puigdemont (5.v.R.) nahmen an der Schweigeminute in Barcelona teil.
König Felipe von Spanien (5.v.l.), der spanische Premierminister Mariano Rajoy (3.v.l.) und der Präsident von Katalonien, Carles Puigdemont (5.v.R.) nahmen an der Schweigeminute in Barcelona teil.

Ein Attentäter war am Donnerstag mit einem Lieferwagen von der Plaça de Catalunya aus in die Fußgängerzone der Promenade „Las Ramblas“ gefahren und hatte über 600 Meter eine Spur des Todes hinterlassen.

Auch Tausende Bürger nahmen an der Schweigeminute teil. Die Polizei hatte die Teilnehmer zuvor aufgefordert, zu Fuß zu dem Platz zu kommen und keinesfalls Rucksäcke oder große Taschen bei sich zu führen. Zudem wurden strenge Sicherheitskontrollen rund um den Platz durchgeführt. Nach der Minute der Stille applaudierten die Menschen im Gedenken an die Opfer minutenlang. Viele riefen dabei immer wieder: „Wir haben keine Angst!“

Trotz allem versuchen die Menschen, etwas Normalität zurückzugewinnen. Auf dem Boulevard Las Ramblas öffneten die ersten Kioske bereits am Vormittag wieder, berichtete der Sender TV3. Die öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt funktionieren laut der katalanischen Notfalldienste größtenteils wieder normal.

Nur drei Stationen um Las Ramblas blieben geschlossen. Polizei, Zivilschutz und Rotes Kreuz richteten am Flughafen zwei Räume ein, um Familienangehörige der Opfer zu betreuen.

dpa

stol