Freitag, 18. August 2017

Barcelona-Terror – Polizei riet laut Medien vergeblich zu Pollern

Das spanische Innenministerium und die Polizeiführung haben die Verantwortlichen in Barcelona schon vor Monaten vor der Gefahr eines Terroranschlags auf der Flaniermeile La Rambla gewarnt.

Sicherheitskräfte haben schon länger zu Sicherheitspollern auf der La Rambla geraten.
Sicherheitskräfte haben schon länger zu Sicherheitspollern auf der La Rambla geraten. - Foto: © APA/AFP

Die Stadtverwaltung sei der Empfehlung, Poller an den Rändern des Boulevards aufzustellen, aber nicht gefolgt, berichtete die spanische Presse am Freitag übereinstimmend.
Die Stadtoberen hätten stattdessen entschieden, die Polizeipatrouillen auf den Ramblas zu verstärken.

Die Empfehlung zur Aufstellung von Pollern hatte das Madrider Ministerium aufgrund der Erfahrungen bei den Anschlägen in Nizza und Berlin ausgesprochen, bei denen Terroristen mit Lastwagen in Menschenmengen gerast waren.

Die Stadtverwaltung von Barcelona wies demgegenüber nach Medienberichten darauf hin, dass es praktisch unmöglich sei, den Boulevard komplett mit Pollern abzusichern, weil die Straße für Feuerwehreinsätze offen bleiben müsse. Bürgermeisterin Ada Colau wurde in der Zeitung „El País“ mit den Worten zitiert: „Eine 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht.“

apa/dpa

stol