Sonntag, 14. Oktober 2018

Bayern: CSU verliert Absolute – AfD klar im Landtag

Die CSU hat bei der Landtagswahl in Bayern nach Prognosen von ARD und ZDF die absolute Mehrheit verloren. Die Partei von Ministerpräsident Markus Söder bleibt trotz großer Verluste stärkste Kraft, auch die SPD muss schwere Einbußen hinnehmen. Die Grünen kommen am Sonntag mit einem historisch starken Ergebnis auf Platz zwei, die AfD schafft klar den Sprung in den Landtag.

Die CSU hat bei der Landtagswahl in Bayern nach Prognosen von ARD und ZDF die absolute Mehrheit verloren.
Die CSU hat bei der Landtagswahl in Bayern nach Prognosen von ARD und ZDF die absolute Mehrheit verloren. - Foto: © APA/DPA

Die CSU kann in Bayern künftig nicht mehr alleine regieren. Bei der Landtagswahl am Sonntag verliert die Partei von Ministerpräsident Markus Söder nach Prognosen von ARD und ZDF die absolute Mehrheit, bleibt aber mit Abstand stärkste Kraft. Sie fährt demnach mit 35,5 Prozent dramatische Verluste und das schlechteste Ergebnis seit 1950 ein.

Die SPD bricht ein und wird mit einem historisch schlechten Landesergebnis nur fünftstärkste Kraft. Damit werden die Parteien der großen Koalition in Berlin deutlich abgestraft.

Wahlgewinner Grüne und AfD

Große Wahlgewinner sind Grüne und AfD mit zweistelligen Ergebnissen. Die AfD zieht damit erstmals in den Landtag in München ein. Die Linke dagegen scheitert erneut an der Fünf-Prozent-Hürde, die FDP muss zittern.

Nach den Zahlen von 18 Uhr kommt die CSU auf 35,5 Prozent (2013: 47,7). Die Grünen schaffen 18,5 bis 19,0 Prozent (8,6), die AfD kommt bei ihrem ersten Anlauf in Bayern auf 11 Prozent. Die Freien Wähler erringen 11,5 Prozent (9,0), die SPD kommt auf 9,5 bis 10 Prozent (20,6). Die FDP erringt 5 Prozent (3,3), die Linke 3,5 Prozent (2,1).

Die CSU würde nach der ARD-Prognose 79 Sitze im neuen bayerischen Landtag bekommen. Die Grünen erhalten 40 Mandate. Die AfD liegt bei 24 Mandaten, die SPD bekommt 21 Sitze, die Freien Wähler 25. Die CSU könnte mit den Grünen oder den Freien Wählern koalieren. Die Wahlbeteiligung liegt demnach bei 72,5 Prozent.

dpa

stol