Freitag, 31. Dezember 2021

Bedrohte Tierarten: Gewinner und Verlierer 2021 in Bildern

Rund eine Million Pflanzen- und Tierarten könnten innerhalb der nächsten Jahrzehnte aussterben. Der WWF macht stellvertretend für tausende bedrohte Tierarten im Jahr 2021 auf einige Verlierer im Tierreich aufmerksam. Doch auch 2021 gibt es Lichtblicke und somit können einige Gewinner des Jahres präsentiert werden.

Der Afrikanische Waldelefant ist vom Aussterben bedroht.
Der Afrikanische Waldelefant ist vom Aussterben bedroht. - Foto: © Shutterstock
„Größtes Aussterben seit Ende der Dinosaurierzeit“: Über 40.000 Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht – mehr als je zuvor, sagt der WWF. Die Umweltschutzorganisation listet jedes Jahr die Gewinner und Verlierer im Tierreich auf. Diese stehen stellvertretend für tausende bedrohte Arten. Hier einige Gewinner und Verlierer des Jahres 2021.

Verlierer 2021



Afrikanische Waldelefanten: 2021 ist offiziell, was viele Naturschützer schon ahnten: Der Afrikanische Waldelefant, der in den Regenwäldern Zentral- und Westafrikas lebt, wird auf der Roten Liste als „vom Aussterben bedroht“ geführt. Die Bestände brachen um mehr als 86 Prozent innerhalb von 31 Jahren ein. Die „Gärtner des Waldes“ spielen eine entscheidende Rolle beim Walderhalt und damit für den Klimaschutz.

Haie und Rochen: Laut der Internationalen Roten Liste gilt seit 2021 ein Drittel aller Hai- und Rochenarten als bedroht. Die Überfischung ist der Hauptgrund für den Rückgang der Bestände, aber auch Lebensraumverlust und die Klimakrise sind für die prekäre Situation verantwortlich.

Eisbären: Die Sommer der vergangenen Jahre brachten über den arktischen Landmassen Rekordtemperaturen. Einem neuen Bericht zufolge verläuft die Klimaerhitzung in der Arktis dreimal so schnell wie im globalen Durchschnitt. 2035 könnte der arktische Ozean erstmalig im Sommer komplett eisfrei sein. Laut Studien würden nachfolgend bis 2100 die meisten Eisbärpopulationen zusammenbrechen.

Auch der Graue Kranich, der Laubfrosch, die edle Steckmuschel sowie zahlreiche Fischarten müssen zu den Verlierern des Jahres gezählt werden.

Gewinner 2021



Iberischer und Eurasischer Luchs: Comeback für eine der seltensten Katzen der Welt: Eine aktuelle Zählung ergab, dass sich die Population des Iberischen Luchses, der nur in Spanien und Portugal beheimatet ist, in den vergangenen 18 Jahren mit nun 1111 Tieren mehr als verzehnfacht hat.

Panzernashorn: Seit vielen Jahren arbeitet der WWF zusammen mit der Regierung und anderen Organisationen in Nepal daran, Panzernashörner und ihren Lebensraum zu schützen. Die Bemühungen scheinen sich nun ausgezahlt zu haben. Der Nashorn-Bestand ist im Vergleich zur letzten Schätzung 2015 um 16 Prozent gewachsen und hat sich seit der ersten Zählung 2005 fast verdoppelt. Die Bestände litten in der Vergangenheit vor allem unter Lebensraumverlust und der Jagd auf ihr Horn.

Siam-Krokodil in Kambodscha: Anfang September 2021 gelang einem Forscher-Team des WWF und des kambodschanischen Umweltministeriums ein sensationeller Fund: Auf einer Feldmission wurden 8 Jungtiere des vom Aussterben bedrohten Siam-Krokodils in Ost-Kambodscha entdeckt. Das Besondere: Es ist die erste nachgewiesene Fortpflanzung in der Natur dieser bedrohten Süßwasserkrokodile in dieser Region seit über 10 Jahren.

Auch für die Bartgeier und die Großtrappe in Deutschland war 2021 ein absolutes Erfolgsjahr.

jot