Dienstag, 27. März 2018

Belgien folgt im Fall Skripal anderen EU-Staaten

In Reaktion auf den Nervengiftanschlag im englischen Salisbury weist nun auch Belgien einen russischen Diplomaten aus. Wie Premierminister Charles Michel am Dienstagabend mitteilte, wird die betroffene Person 14 Tage Zeit haben, um das Land zu verlassen.

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Belgien folgt mit der Entscheidung dem Beispiel zahlreicher anderer Staaten, die bereits am Montag die Ausweisung russischer Diplomaten angekündigt hatten. Grund die Strafmaßnahmen ist die Einschätzung Großbritanniens, dass höchstwahrscheinlich Russland hinter der Tat steckt.

Bei dem Anschlag in Salisbury waren Anfang März der frühere Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Yulia schwer vergiftet worden. Die Täter nutzten dabei nach derzeitigem Ermittlungsstand den in der früheren Sowjetunion entwickelten Kampfstoff Nowitschok. Moskau weist jegliche Verantwortung für den Anschlag zurück.

dpa

stol