Samstag, 12. November 2016

Beppe Grillo will vom Papst Miete verlangen

Komiker Beppe Grillo, Gründer der Bewegung „5 Stelle“, will den Vatikan zur Kasse bitten.

Beppe Grillo ist nichts heilig, auch nicht der Papst. Jetzt will er Miete vom Kirchenoberhaupt kassieren.
Beppe Grillo ist nichts heilig, auch nicht der Papst. Jetzt will er Miete vom Kirchenoberhaupt kassieren. - Foto: © LaPresse

„Die Vatikanischen Museen gehören der Gemeinde Rom, die dafür keine Miete erhält. Wir werden mit dem Papst darüber sprechen, ich glaube, er weiß das nicht“, betonte Grillo.

Der Starkomiker lobte Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi, die seiner Gruppierung angehört und die die Ewige Stadt seit Juni führt. „Raggi ist eine Heldin, ich bin mit ihrer Arbeit sehr zufrieden. Sie ist in einen Sumpf von Korruption eingestiegen, der seit 50 Jahren besteht und versucht Ordnung zu machen“, betonte Grillo in einem Interview mit „Euronews“.

Raggi bemühe sich auch um Transparenz in Zusammenhang mit dem großen Immobilienvermögen der Gemeinde Rom. „Niemand weiß, wie viele Immobilien die Stadt Rom besitzt. Oft bezieht die Gemeinde für ganze Wohnungen Mieten von zehn Euro“, kommentierte Grillo, der sich damit auf die Vatikanischen Museen bezog.

„Totale Ignoranz“

Die Worte Grillos lösten bei seinen politischen Gegnern hitzige Reaktionen aus. „Grillo beweist wieder einmal seine totale Ignoranz. Die Vatikanischen Museen stehen nicht im Besitz der Gemeinde Rom, sondern sind Teil der Vatikanstadt. Grillo verhält sich wie ein Komiker am Ende der Karriere“, kommentierte der Senator der rechtskonservativen Forza Italia, Francesco Giro.

apa

stol