Samstag, 20. Juni 2015

Berlin dämpft Erwartungen Serbiens an Merkels Besuch

Das Auswärtige Amt in Berlin hat die Erwartung Belgrads gedämpft, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel werde bei ihrem Besuch in Serbien grünes Licht für die Aufnahme der EU-Beitrittsverhandlungen geben.

Das Auswärtige Amt in Berlin dämpft die Erwartungen Serbiens im Zuge des Besuches der Bundeskanzlerin Merkel im Juli.
Das Auswärtige Amt in Berlin dämpft die Erwartungen Serbiens im Zuge des Besuches der Bundeskanzlerin Merkel im Juli. - Foto: © LaPresse

„Ich glaube nicht, dass man übertriebene Erwartungen an den Besuch der Kanzlerin haben sollte.“ Das sagte der Südosteuropa-Beauftragte des Amtes, Ernst Reichel, der Belgrader Zeitung „Danas“ am Samstag. Merkel will Serbien im Juli besuchen.

„Es ist nicht das Ziel solcher Besuche, große Geschenke zu überbringen“, sagte Reichel. Dabei erwarte Berlin von Belgrad, dass es im Dauerkonflikt um den heute selbstständigen Kosovo Kompromisse gebe. Das sei die Bedingung für konkrete Beitrittsverhandlungen noch in diesem Jahr.

Treffen in Brüsse am 23. Juni

Der serbische Regierungschef Aleksandar Vucic und sein Kosovo-Amtskollege Isa Mustafa wollen sich am 23. Juni in Brüssel treffen, um unter Vermittlung der EU die größten Probleme auf dem Weg zu guten Beziehungen beider Nachbarn auszuräumen.

apa/dpa

stol