Die USA müssten ihre Geldpolitik normalisieren und ihren Kurs der extrem niedrigen Leitzinsen beenden, verlautete am Dienstag aus Regierungskreisen. Auch die davon betroffenen und unter Druck stehenden Schwellenländer müssten erklären, wie sie sich auf diesen Ausstieg vorbereiten.„Wir werden dafür eintreten, dass man sich dieser Normalisierung nicht entgegenstellt und nicht den unabhängigen Notenbanken hineinredet“, hieß es vor einem Treffen der G20-Finanzminister und -Notenbankchefs an diesem Wochenende in Sydney. Jeder müsse sehen, dass seine Politik robust genug sei, um mit den weltpolitischen Veränderungen zurechtzukommen. Alle Beteiligten dürften sich hier beim G20-Treffen auf eine „gute Kommunikation“ einigen.Bei dem von den wichtigsten Industrie- und Schwellenländern angestrebten Konjunkturschub lehnt Deutschland verbindliche Wachstumsziele ab. „Da sind wir skeptisch“, hieß es aus Regierungskreisen. Dies sei eine nicht mehr zeitgemäße Form der Wirtschaftsplanung. Auch bei Investitionen dürfe es keine festen, quantitativen Vorgaben geben. Bei der Sanierung der Staatskassen und dem von den G20-Staaten angestrebten nachhaltigen Schuldenabbau hingegen seien nationale Ziele nötig.dpa