Mittwoch, 20. April 2016

Berlusconi: „Brenner darf nicht neues Idomeni werden

Nun meldet sich auch der langjährige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi in der Flüchtlingsdebatte zu Wort.

Silvio Berlusconi
Silvio Berlusconi - Foto: © LaPresse

Forza Italia-Chef Berlusconi hat am Mittwoch in Rom den EVP-Fraktionschef im Europaparlament, Manfred Weber, getroffen und mit ihm die Flüchtlingsproblematik besprochen.

In einer gemeinsamen Presseerklärung betonten Berlusconi und Weber, man müsse um jeden Preis den Bau eines Grenzzauns am Brenner verhindern.

Es bestünden zurzeit keine Gefahren, die eine Aussetzung des Schengen-Abkommens an der Brenner-Grenze rechtfertigen würden. Grenzkontrollen am Brenner würden zur Entstehung eines „zweiten Idomeni an der italienisch-österreichischen Grenze führen“, hieß es in dem Schreiben der beiden Politiker.

Abkommen für Rückführung gefordert 

Berlusconi und Weber riefen die EU-Mitgliedsstaaten zur einer stärkeren Kooperation im Umgang mit dem Flüchtlingsnotstand auf und plädierten für eine Reform des Asylrechts.

Wichtig sei auch, dass die EU Abkommen mit den Herkunftsländern der Flüchtlinge zur Rückführung der Migranten abschließe.

stol/apa

stol