Dies schlagen die Mailänder Justizbehörden dem Vorsitzenden des Gerichts vor, das am Donnerstag darüber entscheiden muss, ob Berlusconi Sozialdienst als alternative Strafe zu einem einjährigen Hausarrest gewährt werden soll.Bloß einmal pro Woche und halbtags?Nach Angaben der katholischen Tageszeitung „L ´Avvenire“ würde der Sozialdienst im Altersheim Berlusconi lediglich einmal die Woche halbtags beschäftigen.Die Anstalt befindet sich unweit von Mailand und wäre von Berlusconis Luxusresidenz aus leicht erreichbar.Die mit dem Sozialdienst verbundenen Auflagen sind für Berlusconi kaum belastend. So wäre er lediglich verpflichtet, von 23 Uhr bis 6 Uhr morgens zu Hause zu bleiben.Mehr Raum und Gesprächspartner möglichSozialdienst habe den Vorteil, dass dabei die Auflagen für die Bewegungsfreiheit weniger strikt seien, auch sei der Kreis der Gesprächspartner nicht so eingeschränkt wie beim Hausarrest, berichteten Experten.Die Ableistung des Sozialdiensts würden Berlusconi außerdem eine zweimonatige Verkürzung der Strafe ermöglichen.Unter Hausarrest könnte der Medienzar nur seine engsten Angehörigen, die mit ihm wohnen, und seine Rechtsanwälte treffen. Um die Spitzenrepräsentanten seiner Oppositionspartei Forza Italia treffen zu können, müsste Berlusconi jedes Mal bei Gericht um Erlaubnis bitten.apa