Er wird verdächtigt, 2011 weitere zehn Parlamentarier „gekauft“ zu haben.Die Staatsanwaltschaft in Neapel will die Konten Berlusconis und des PdL unter die Lupe nehmen, um festzustellen, ob sich der Ex-Premier der Bestechung und illegalen Parteienfinanzierung schuldig gemacht hat. Der TV-Tycoon soll die Stimmen von Parlamentariern aus dem Oppositionslagern „gekauft“ haben, um seiner wackeligen Regierung im Parlament die nötige Stabilität zu sichern, so der Verdacht der neapolitanischen Ermittler.Die neuen Ermittlungen sind ein harter Schlag für Berlusconi, gegen den erst am Dienstag in Neapel ein neuer Prozess begonnen hat. Dabei wird ihm vorgeworfen, 2006 als Oppositionsführer einen Senator aus dem linken Lager mit Geld dazu bewogen zu haben, sich seinem konservativen Lager anzuschließen. Er wollte damit den Sturz der Regierung von Romano Prodi erleichtern.Laut Anklage übermittelte der damalige Oppositionsführer dem Senator Sergio De Gregorio über einen Vertrauten, den Journalisten Valter Lavitola, drei Millionen Euro. De Gregorio hat bereits gestanden und der Justiz Einzelheiten des Transfers geschildert. Auf der Liste der geladenen Zeugen stehen neben Prodi auch zwei ehemalige Senatoren, die Berlusconi ebenfalls zu bestechen versucht hatte. Am Mittwoch beschäftigt sich das Gericht mit der Frage, ob der Senat als Nebenkläger auftritt.apa