Mittwoch, 17. Mai 2017

Bezirkstreffen und Frühjahrstagung der Jugenddienste

Teamfähigkeit für die Zukunft – Jugenddienste spinnen Netzen. Gedankenaustausch und Vernetzung standen sowohl beim Bezirkstreffen für die ehrenamtlich Tätigen der Jugenddienste sowie bei der Frühjahrstagung für die beruflichen Mitarbeitenden der Jugenddienste im Mittelpunkt.

Gruppenbild Bezirkstreffen
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Gruppenbild Bezirkstreffen

 Referent war bei beiden Veranstaltungen, welche von der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD) organisiert wurden, der Leiter des Forums Lebensqualität Österreich Gerald Koller. Zentrales Thema an beiden Tagen mit insgesamt über 100 Anwesenden waren die Fragen „Wie der Wandel gelingen kann“ und „Was wir für Beziehungsbildung tun können“.

Gedankenaustausch und Vernetzung

Das Bezirkstreffen für die ehrenamtlich Tätigen der Jugenddienste und die Frühjahrstagung für die beruflichen Mitarbeitenden boten Platz für kollegiale Beratung, Erfahrungs- und Ideenaustausch sowie Vernetzung. Anregungen und Input kamen von Gerald Koller, Autor, Volksbildner und Wegbereiter innovativer Bildungsmodelle: „DER Zukunftsbaustein zum Bau einer gelingenden Welt für alle heißt Empathie, Kooperationsfähigkeit und Teamgeist – über alle Grenzen hinweg.“

Organisiert wurden die beiden Tage, an denen insgesamt über hundert ehrenamtliche Vorstandsmitglieder und berufliche Mitarbeitende der Jugenddienste teilnahmen, von der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste, dem Zusammenschluss der Jugenddienste – gerade mit dem Ziel, sich verstärkt zu vernetzen und den Blick noch weiter über den eigenen Tellerrand hinauszuwagen.

Alte Landkarten über Bord werfen

Wir leben in einer Zeit des Wandels. Die Veränderung von Zivilisation ist ein Kontinuum in der Geschichte der Menschheit – deshalb dürfen Veränderungen auch keine Angst machen. Vielmehr muss man sich verstärkt die Frage stellen, wie können neue Landkarten aussehen, die in die Zukunft führen? Gerade auch in der Jugendarbeit sind neue Landkarten wichtig: wie können wir gemeinsam vordenken, wie solche neue Landkarten aussehen können, was ist für uns alle eine wünschenswerte Welt, was werden die Jugendlichen in Zukunft brauchen?

Eine solche neue Landkarte könnte Beziehungsbildung sein: diese schafft innere Sicherheit und diese wiederum ermöglicht Empathie und eine empathische Gesellschaft entwickelt Lebensqualität, so Referent Koller. Außerdem wird hat das Bildungsversprechen der Wachstumsgesellschaft: Ausbildung = Lohnarbeit = Wohlstand = Wohlbefinden bereits heute Schieflage und wird sich morgen nicht mehr spielen.

Beziehungsbildung – Jugenddienste spinnen Netze

Beziehungsbildung heißt auch Vernetzung und Netzwerke bilden und pflegen. Beziehungsbildung heißt für die Jugenddienste mehrere Ebenen bewegen: VerantwortungsträgerInnen der Jugendarbeit auf Ort- und Bezirksebene, verschiedene Gremien und Organisationen, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Beziehungsbildung heißt auch aufeinander zugehen, gerade, wenn etwas (angeblich) anderes ist, den Dialog suchen und das Potential von Diversität erkennen.

Damit die Begleitung der jungen Menschen in ihrer Entwicklung zu mündigen Persönlichkeiten bestmöglich gelingen kann, ist es unumgänglich, in den Netzwerkaufbau, auch über den eigenen Bereich hinaus, zu investieren, so dass Organisationen in den unterschiedlichen Bereichen nicht mehr abgeschottete Inseln sind, sondern eine zusammenhängende Landschaft.

Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste, Bozen/Lichtenburg Nals

stol