Montag, 29. März 2021

Expedition am K2: „Bild am Sonntag“ widmet Tamara Lunger Doppelseite

„Am K2 habe ich meine Freunde verloren“: Unter diesem Titel widmete die auflagenstarke „Bild am Sonntag“ der Südtiroler Extrembergsteigerin Tamara Lunger gestern eine Doppelseite. Im Interview erzählt die Kardaunerin von ihrer gescheiterten Winterexpedition zum K2 und den zahlreichen Todesfällen und Zwischenfällen am Rand der Expedition – am 19. Februar war sie nach fast 2 Monaten im Himalayagebiet heimgekommen.

Große Geschichte über Südtirols einzige Extrembergsteigerin: „Bild am Sonntag“ widmete Tamara Lunger gestern 2 Seiten.
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Große Geschichte über Südtirols einzige Extrembergsteigerin: „Bild am Sonntag“ widmete Tamara Lunger gestern 2 Seiten. - Foto: © BamS
Zwei Freunde – Sergi Mingote und dann ihr zweiter Seilpartner Juan Pablo Mohr aus Chile – starben am zweithöchsten Berg der Welt. Mingote vor ihren Augen, Mohr hat seine Familie für tot erklären lassen.

Die Südtirolerin gelte als „die beste Bergsteigerin der Welt“, schreibt „Bild am Sonntag“. Im Interview erzählt Lunger dann die Details der Vorfälle. Juan Pablo Mohr, JP genannt, und Sergi Mingote seien am Berg zur Akklimatisierung zum Training unterwegs gewesen. Bei deren Abstieg kam es dann zur Tragödie: „Ich saß gerade vor dem Basislager auf einem Stein und genoss die Sonne. Plötzlich hörte ich von oben Schreie. Ich sah etwas, das sich immer und immer wieder überschlug - wie ein Tomahawk, bis ich realisierte, dass das ein Mensch ist.“

Abgestürzt war Lungers Freund Sergi Mingote. „Er war etwa 700 Meter tief gefallen – direkt ins Basislager. Etwa 40 Meter neben uns kam Sergi zum Liegen. Er lag fast vor unseren Füßen. Wir haben seinen Kopf vorsichtig auf eine Isomatte gelegt, ihn mit einem Schlafsack zugedeckt. Wir haben ihn gestreichelt, damit er merkt, dass wir für ihn da sind, er nicht aufgeben soll. Irgendwann kam der Arzt. Als er Sergi sah, schüttelte er nur den Kopf und sagte, dass er nichts mehr für ihn tun könne. Sergi atmete noch mehr als eine Stunde, dann starb er.“ Mohr wurde Lungers neuer Seilpartner, er kehrte vom Gipfelversuch auf den sie verzichtete, nicht zurück.

Auch mit s+ sprach Tamara Lunger nur wenige tage nach ihrer Rückkehr nach Südtirol im exklusiven Interview über ihre extremen Erfahrungen am K2.

d