So etwa das Werk in Dornbirn, bei dem die – neben Strom und Fernwärme – produzierte Biokohle sowohl in Biogasanlagen als auch in der Kompostierung als Hilfsstoff bzw. als Bodenverbesserer eingesetzt wird. Beim zweiten best practice-Werk dient die entstandene Pflanzenkohle – laut Broschüre – beispielsweise zur Herstellung von Terra Preta (Schwarzerde) oder als Futtermittelzusatz in der Tierhaltung. Sie kann auch als Grillkohle eingesetzt werden. In Klärwerken dient die Kohle zur Wasserreinigung. <BR /><BR />Und: Der Kohlenstoff wird derzeit versuchsweise auch Beton und Asphalt beigemengt mit dem Ziel, CO2 langfristig zu binden. Schließlich ist Beton der mit Abstand meistverwendete Baustoff der Welt – rund 30 Milliarden Tonnen werden Jahr für Jahr davon verbaut –, doch seine Herstellung trägt maßgeblich zum Klimawandel bei.<BR /><BR />Einige innovative Biochar-Produkte haben bereits die Marktreife: Pflanzenkohlehaltiger Beton ist bereits in Form von Betonfertigteilen und Beton-Pflastersteinen erhältlich. <BR /><BR />Bereits eingesetzt wird bzw. wurde solcher Beton z.B. auch beim Bau der Energiezentrale des Energieverbunds im schweizerischen Volketswil oder bei einem Neubauprojekt in der Leystraße in Wien-Brigittenau. Auch auf der Architektur-Biennale 2025 in Venedig wurde Der Prototyp eines solchen Biochar-Betonhauses vorgestellt – als Innovation, die kohlenstoffnegatives Bauen ermöglicht.<BR /><BR />Langsam wird man also auch in Italien auf die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von Biochar aufmerksam. So veranstaltet die Universität Aldo Moro von Bari am kommenden18. Juni einen regelrechten „Biochar Day“, der sich der „Forschung, der Innovation und den industriellen Anwendungen von Biochar, einem der vielversprechendsten Materialien für den ökologischen Wandel und die ökologische Nachhaltigkeit.“ <BR /><BR />Einen ähnlichen Tag hatte die Uni Cagliari bereits im Jänner veranstaltet.