Die Menschen in Baga seien von Boko-Haram-Kämpfern „umgebracht“ worden, so Shekau und sprach zudem Drohungen gegen Nigerias Nachbarländer aus. In einer Botschaft an die „Könige von Afrika“ forderte er sie heraus, ihn anzugreifen. „Ich bin bereit“, sagte Shekau.In einem nun veröffentlichten Video drohte der Anführer zudem mit weiteren Anschlägen. Baga sei nur "die Spitze des Eisbergs" gewesen.Die Stadt war Anfang Januar, ebenso wie Doro Gowon, innerhalb weniger Tage dem Erdboden gleichgemacht worden. Erschreckende Satellitenbilder von Amnesty International zeigen Bilder von vor und nach dem Angriff. Auf den vergrößerten Ausschnitten sind zerstörte Häuser und verkohlte Bäume zu erkennen. Nach Schätzungen von Amnesty könnten bei den Angriffen rund 2000 Menschen ums Leben gekommen sein.20.000 Menschen auf der FluchtSeitdem sind mindestens 20.000 Nigerianer auf der Flucht in die Nachbarländer. Eine große Herausforderung für diese Staaten, die nach einer langen Trockenheit schon Mühe haben, ihre eigenen Bürger zu versorgen. Tschads Ministerpräsident rief deshalb zu internationaler Hilfe auf.Am Dienstag hatten im Niger Vertreter mehrerer afrikanischer Staaten über den Aufbau einer gemeinsamen Truppe gegen Boko Haram beraten. Der Tschad hatte vor wenigen Tagen bereits erste Soldaten in Richtung Kamerun und Nigeria in Bewegung gesetzt, um die militanten Islamisten zu bekämpfen.dpa/Reuters