Montag, 19. Februar 2018

Boldrini fordert Aus für neofaschistische Kräfte

Nach dem Angriff auf afrikanische Migranten in Macerata vor zwei Wochen wächst die Sorge in Italien vor Rechtsextremismus. Die Präsidentin der Abgeordnetenkammer, Laura Boldrini, fordert eine Zwangsauflösung neofaschistischer Parteien.

Laura Boldrini fordert ein Aus für neofaschistische Parteien.
Laura Boldrini fordert ein Aus für neofaschistische Parteien. - Foto: © LaPresse

„Alle Parteien, die sich von der faschistischen Ideologie inspirieren, müssen aufgelöst werden. Es gibt keinen Platz für sie in unserer Demokratie“, sagte Boldrini, die bei den Parlamentswahlen am 4. März als Kandidatin der Linkspartei „Gleich und frei“ (Liberi e uguali/LeU) ins Rennen zieht, bei einer Wahlveranstaltung in Mailand am Sonntag.

Für den kommenden Samstag (24. Februar) ist in Rom eine große Demonstration gegen Neofaschismus und Rassismus geplant. Die Kundgebung ist eine Reaktion der politischen Kräfte gegen die Schussattacke in Macerata, bei der sechs afrikanische Migranten angeschossen worden waren.

Nach dem Angriff geraten die Rechtsparteien unter Druck. Sie werden beschuldigt, das Thema illegale Einwanderung im Wahlkampf zu instrumentalisieren, um Wählerstimmen zu gewinnen. Laut Umfragen finden die Rechtsparteien mit ihren Anti-Migrations-Slogans tatsächlich starke Zustimmung.

apa

stol