Sonntag, 13. Mai 2018

Bolton und Pompeo glauben an Friedensabkommen

US-Außenminister Mike Pompeo und der nationale Sicherheitsberater des Präsidenten, John Bolton, halten eine Friedensvereinbarung zwischen Israelis und Palästinensern auch nach dem Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem für möglich. „Der Friedensprozess ist sicherlich nicht tot“, sagte Chefdiplomat Pompeo am Sonntag im US-Sender Fox News.

Mike Pompeo
Mike Pompeo

Donald Trumps Sicherheitsberater Bolton erklärte im Sender ABC sogar, der Umzug mache den Friedensprozess „leichter“.
Am Montag weihen die USA ihre neue Botschaft in Jerusalem ein.

US-Präsident Donald Trump hatte Anfang Dezember mit seiner Ankündigung, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die US-Botschaft von Tel Aviv dorthin zu verlegen, wütende Proteste der Palästinenser ausgelöst.

Der endgültige Status Jerusalems ist einer der größten Streitpunkte im Nahost-Konflikt. Die Palästinenser beanspruchen den 1967 von Israel besetzten und 1980 annektierten Ostteil Jerusalems als künftige Hauptstadt des von ihnen angestrebten eigenen Staates.

Eine Realität anzuerkennen verbessere stets die Wahrscheinlichkeit, Frieden zu erreichen, sagte Bolton mit Blick auf den Umzug der Botschaft. Pompeo erklärte, die USA arbeiteten „hart“ an einer Friedensvereinbarung.

apa/afp

stol