Freitag, 22. September 2017

Bootsflüchtlinge nach Tagen im Mittelmeer gerettet

Die tunesische Küstenwache hat 78 Flüchtlinge aus Seenot gerettet, nachdem ihr Boot drei Tage im Mittelmeer getrieben war. Das Boot habe sich rund 70 Kilometer vor dem tunesischen Küstenort Chebba befunden und sei bereits mit Wasser vollgelaufen, teilte die tunesische Armee am Freitag mit.

Die tunesische Küstenwache hat 78 Flüchtlinge aus Seenot gerettet, nachdem ihr Boot drei Tage im Mittelmeer getrieben war.
Die tunesische Küstenwache hat 78 Flüchtlinge aus Seenot gerettet, nachdem ihr Boot drei Tage im Mittelmeer getrieben war. - Foto: © LaPresse

Nach Angaben des Innenministeriums seien zudem nahe Sfax zwölf Migranten an der Fahrt Richtung Italien gehindert worden. Drei Schlepper seien festgenommen worden. Noch immer werden vor der Küste Libyens rund 100 Flüchtlinge im Mittelmeer vermisst.

Wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Freitag auf Twitter schrieb, wurden bereits am Mittwoch nach fünf Tagen auf offener See 40 Flüchtlinge vor der libyschen Küste gerettet. Sieben Flüchtlinge seien gestorben, rund hundert würden immer noch vermisst. Eine Sprecherin des UN-Flüchtlingshilfswerks hatte bereits am Donnerstag von den vermissten Flüchtlingen gesprochen.

Von Libyen aus starten die meisten Migranten in schrottreifen oder vollkommen überladenen Booten in Richtung Italien. Zuletzt versuchten Flüchtlinge aber auch wieder verstärkt, über Marokko oder Tunesien Richtung Europa zu gelangen.

apa/dpa

stol