Mittwoch, 17. Januar 2018

Brandanschlag auf Hubschrauber in Südchile vor Ankunft des Papstes

Wenige Stunden vor der Ankunft von Papst Franziskus in Südchile sind in der Region drei Hubschrauber in Brand gesetzt worden.

Wenige Stunden vor der Ankunft des Papstes gab es einen Brandanschlag in Chile.
Wenige Stunden vor der Ankunft des Papstes gab es einen Brandanschlag in Chile. - Foto: © APA/AFP

Zwei der Flugzeuge eines Forstunternehmens wurden am Mittwochmorgen in der Provinz Arauco völlig zerstört, erklärte der Gouverneur Humberto Toro dem Sender Radio Cooperativa. Nur 150 Kilometer weiter südlich war am Mittwoch in Temuco eine Messe mit dem Papst geplant, in der er sich zu der Unterdrückung der indigenen Mapuche äußern sollte.

Die Mapuche fordern seit Jahrzehnten die Rückgabe enteigneter Ländereien. Viele von ihnen befinden sich heute in den Händen von Forstunternehmen. Am Tatort des Brandanschlags wurden von Mapuche-Aktivisten unterzeichnete Flugblätter gefunden.

Weitere Brandanschläge wurden in der Nacht zum Mittwoch auf eine Schule und eine Kirche in Collipulli, 90 Kilometer nördlich von Temuco, verübt. Auch dort wurden Flugblätter hinterlassen, auf denen die Freilassung inhaftierter Mapuche-Aktivisten gefordert wird. Rund neun Prozent der chilenischen Bevölkerung bekennen sich als Mapuche.

dpa

stol