Sonntag, 24. September 2017

Brandflaschen im Athener Stadtviertel Exarchia geschleudert

Erneut haben am Wochenende Linksextremisten in der griechischen Hauptstadt Athen randaliert. Eine Gruppe von Vermummten attackierte in der Nacht zum Sonntag die Büros der Sozialistischen Partei (Pasok) und eine Polizeistation in dem als Hochburg der Anarchie geltenden Stadtteil Exarchia. Sie schleuderten Brandflaschen und Steine auf Polizeibeamte und zündeten Müllcontainer an, wie die Polizei mitteilte.

Im Athener Stadtviertel Exarchia kam es erneut zu Ausschreitungen.
Im Athener Stadtviertel Exarchia kam es erneut zu Ausschreitungen. - Foto: © LaPresse

Die Beamten setzten Tränengas und Blendgranaten ein, um die Randalierer auseinander zu treiben. Verletzt wurde niemand.

Bereits am Samstag hatten Autonome die Vitrinen mehrerer Geschäfte im vornehmen Stadtteil Melissia im Norden Athens verwüstet. „Die Attacke dort (im Norden Athen) kam nach einer Party der Autonomen“, sagte ein Polizeibeamter der Deutschen Presse-Agentur.

In dem Stadtteil Exarchia und dem dort liegenden Gebäudekomplex des Polytechnikums kommt es immer wieder zu Ausschreitungen dieser Art. Der Stadtteil gilt als Hochburg der Autonomen-Szene in Athen. Autonome, Anarchisten und andere Gruppierungen haben dort seit Jahren die Oberhand gewonnen.

Die Post und mehrere Banken haben ihre Exarchia-Filialen in den vergangenen Jahren geschlossen.

apa/dpa 

stol