Samstag, 04. August 2018

Brasiliens Ex-Umweltministerin Silva will Präsidentin werden

Brasiliens Ex-Umweltministerin Marina Silva (60) bewirbt sich zum dritten Mal um das höchste Staatsamt ihres Landes.

Marina Silva ist für viele Brasilianer eine Hoffnungsträgerin.
Marina Silva ist für viele Brasilianer eine Hoffnungsträgerin. - Foto: © APA/AFP

Die frühere Weggefährtin des inhaftierten linken Ex-Staatschefs Luiz Inácio Lula da Silva wurde am Samstag in Brasília von ihrer Öko-Partei Rede Sustentabilidade (Netzwerk Nachhaltigkeit) zur Kandidatin für die Präsidentenwahl am 7. Oktober ernannt.

Silva war 5 Jahre lang Umweltministerin während der Amtszeit Lulas (2003-2010) gewesen; sie verließ 2008 jedoch die Regierung und die Arbeiterpartei im Streit wegen deren Umweltpolitik. Nach ihren Kandidaturen 2010 und 2014 gilt sie in diesem Jahr wieder als aussichtsreiche Bewerberin.

Hoffnungsträgerin für viele Brasilianer

Die schwarze Umweltaktivistin ist für viele Brasilianer eine Hoffnungsträgerin inmitten einer politisch turbulenten Zeit für die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas. Der Linke Lula (72) will trotz seiner 12-jährigen Haftstrafe wegen Korruption erneut kandidieren und führt deutlich bei allen Umfragen. In den nächsten Tagen dürfte er aber von der Wahl offiziell ausgeschlossen werden.

Zweitplatzierter ist der Ex-Militär Jair Bolsonaro. Wegen seiner rechtspopulistischen Parolen und seiner Attacken auf die Medien wird Bolsonaro oft mit dem US-Präsidenten Donald Trump verglichen.

dpa

stol