Mittwoch, 11. Mai 2016

Brasiliens Staatschefin Rousseff vor Auszug aus dem Palast

Nach über fünf Jahren an der Macht soll Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff vom Amt suspendiert werden.

Dilma Rousseff
Dilma Rousseff - Foto: © APA/AFP

Der Senat will am Mittwoch (ab 14.00 Uhr MESZ) darüber beraten und entscheiden. Es wird mit einer 10-stündigen Marathonsitzung gerechnet.

Bei einer einfachen Mehrheit von 41 der 81 Senatoren wäre die Politikerin der linken Arbeiterpartei zunächst für ein halbes Jahr abgesetzt. Es galt als sehr wahrscheinlich, dass diese Stimmenzahl erreicht werden wird.

Sie gab sich bis zuletzt kämpferisch und setzt darauf, im Fall der Fälle nach der Suspendierung und einer eingehenden juristischen Prüfung in den Präsidentenpalast zurückzukehren. „Ich werde mit all meiner Kraft kämpfen. Der letzte Tag meines Mandats ist der 31. Dezember 2018“, betonte sie am Dienstag bei einer Konferenz zur Frauenpolitik. Sie sei das Verhalten der „Verräter“ in Brasilia leid.

Der 68-Jährigen werden unter anderem verzögerte Geldtransfers an Staatsbanken für Sozialprogramme vorgeworfen, um das Haushaltsdefizit in besserem Licht erscheinen zu lassen. Sie hält die Vorwürfe für ungerechtfertigt spricht von einem „Putsch“ der Gegner.

apa/dpa

stol