Freitag, 21. August 2020

Briatores Nachtlokal „Billionaire“: 6 Mitarbeiter positiv – 50 unter Quarantäne

Etwa 50 Mitarbeiter des exklusiven Nachtlokals „Billionaire“ in der Badeortschaft Porto Cervo auf Sardinien im Besitz des ehemaligen Formel-1-Managers Flavio Briatore sind unter Quarantäne gestellt worden. Der Beschluss wurde gefasst, nachdem sechs Saisonarbeiter des Lokals positiv auf das Coronavirus getestet wurden, berichteten italienische Medien.

Flavio Briatore ist sauer. - Foto: © PIXATHLON/SID
Nach dem Beschluss der italienischen Regierung, wegen der zunehmenden Zahl von Coronavirus-Ansteckungen die Diskotheken zu schließen, muss sich auch Ex-Formel 1-Manager Flavio Briatore dem Urteil fügen. Der Manager musste wider Willen sein exklusives Nachtlokal „Billionaire“ in der Badeortschaft Porto Cervo auf Sardinien schließen.

Der 70-jährige Unternehmer protestierte heftig – wie im Video zu sehen – gegen den Regierungserlass, mit dem Discos bis 7. September gesperrt bleiben müssen. „Die epidemische Lage auf Sardinien ist nicht kritisch“, meinte Briatore. Er kritisierte vor allem den Bürgermeister der sardischen Badeortschaft Arzachena, Roberto Ragnedda, der schon vor Tagen die Lokale gezwungen hatte, ab Mitternacht auf Musik zu verzichten. „Wieder einmal ein Bürgermeister, der gegen den Tourismus eingestellt ist“, kritisierte Briatore.

Prompt kam die Reaktion Ragneddas. „Die Maßnahme dient zum Schutz der Bürger, vor allem der älteren, wie Sie es sind“, antwortete der Bürgermeister auf Briatores Kritik.

Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Freitag berichtet, wurden mittlerweile 6 Mitarbeiter des Luxus-Lokals positv gestestet.

„Obwohl alle Infizierten symptomfrei sind, haben sich unsere Mitarbeiter – 50 an der Zahl – aus Verantwortungsbewusstsein unter Quarantäne gestellt“, berichteten die Leiter des Lokals.

Auf Sardinien ist die Zahl der Neuinfizierten in den vergangenen Wochen angestiegen. Mehrere Touristen, die einen Urlaub auf der Insel verbracht hatten, steckten sich an. Der Präsident Sardiniens, Christian Solinas, bestritt jedoch, dass die Insel für Touristen gefährlich sei. „Wir sind keine verpestete Insel“, meinte Solinas.

ansa/apa/stol