Donnerstag, 11. Januar 2018

Britische Regierung schließt zweites Brexit-Referendum aus

Die britische Regierung will kein zweites Referendum über den Ausstieg des Landes aus der EU. Einen solchen Schritt werde es nicht geben, sagte ein Sprecher von Premierministerin Theresa May am Donnerstag in London. Zuvor hatte der Brexit-Befürworter Nigel Farage eine erneute Abstimmung ins Gespräch gebracht und erklärt, auch in einem neuen Votum würden sich die Austritts-Befürworter durchsetzen.

Theresa May ließ verkünden, dass es kein zweites Referendum geben würde.
Theresa May ließ verkünden, dass es kein zweites Referendum geben würde. - Foto: © LaPresse

In London traf May indes Vertreter der Finanzbranche. Dabei sollten die Folgen des Brexit für den Finanzplatz London diskutiert werden. Der geplante britische EU-Austritt ist ein wesentlicher Grund dafür, dass die Zahl der zu besetzenden neuen Jobs in der Londoner Finanzszene im letzten Monat um 37 Prozent einbrach, wie das Personalunternehmen Morgan McKinley berichtete.

Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan warnte unter Hinweis auf eine Untersuchung, Großbritannien könne binnen zwölf Jahren 500.000 Arbeitsplätze und Investitionen im Volumen von 50 Milliarden Pfund (56,39 Milliarden Euro) verlieren, sollte es keine Einigung in Handelsfragen mit der EU für die Zeit nach dem Brexit geben.

apa/reuters

stol