Montag, 20. Februar 2017

Brixen: Kampagne gegen illegale Müllentsorgung

Öffentliche Abfalleimer sind keine private Mini-Deponie. Mit einer Sensibilisierungskampagne wollen die Stadtwerke Brixen AG und die Stadtpolizei Brixen die illegale Müllentsorgung eindämmen.

Die Botschaft ist klar: Abfalleimer sind KEINE private Müllkippe und wer erwischt wird, muss tief in die Tasche greifen.
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Die Botschaft ist klar: Abfalleimer sind KEINE private Müllkippe und wer erwischt wird, muss tief in die Tasche greifen.

Seit Kurzem fallen auf mehreren öffentlichen Abfalleimern im Stadtgebiet von Brixen beschriftete Tafeln ins Auge: „Dieser Abfalleimer ist KEINE private Müllkippe. Haushaltsmüll gehört nicht hier rein“ ist auf ihnen zu lesen.
Die Sensibilisierungskampagne der Stadtwerke Brixen AG und der Stadtpolizei Brixen zielt darauf ab, die illegale Müllentsorgung weiter einzudämmen.

Illegale Müllentsorgung verursacht Mehrkosten für die Allgemeinheit

Wolfgang Plank, der Generaldirektor der Stadtwerke Brixen AG, erklärt: „Wenn öffentliche Papierkörbe trotz täglicher Entleerungen überquellen und obendrauf noch eine volle Tüte gepackt ist, dann liegt das daran, dass jemand seinen Restmüll kurzerhand im Abfalleimer entsorgte. Vermutlich im Irrglauben, sich die Müllgebühren zu ersparen. Doch öffentliche Abfalleimer sind keine private Müllkippe und diese Art der Beseitigung fällt unter illegale Müllentsorgung mit Mehrkosten für die Allgemeinheit.“

In gewissen Mülleimern entlang der Straßen, Gehwege und auf Plätzen in Brixen stecken bis zu 40 % Hausmüll. Diese Eimer werden ihrer eigentlichen Funktion beraubt – kleiner Restmüll, der unterwegs anfällt, passt gar nicht mehr rein.

Wer erwischt wird, muss mit empfindlichen Strafen rechnen

„Die Umweltbeamten der Stadtpolizei führen im Auftrag der Gemeindeverwaltung täglich Kontrollen zur korrekten Entsorgung von Abfällen und Hundekot durch. Diese Kontrollen werden in Zukunft noch verstärkt. Wer beim illegalen Entsorgen von Müll erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe von 60 Euro rechnen,“ so der geschäftsführende Kommandant der Stadtpolizei Brixen, Gernot Wieland.
 
Mehrkosten – auch für den nicht erwischten Müllsünder – verursacht die illegale Müllentsorgung allemal: „Das Entleeren der überquellenden Abfalleimer ist aufwändig und folglich kostenintensiv. Die Mehrkosten fließen schlussendlich in den Grundtarif für die Umweltdienste. Und die Mindestgebühr wird jedem Haushalt berechnet, unabhängig vom tatsächlich entsorgten Müll“, so Michele Bellucco, der Leiter der Umweltdienste der Stadtwerke Brixen AG.

„Ein 1-Personen-Haushalt bezahlt für die Müllentsorgung pro Jahr knappe 96 Euro an Fixgebühr und Mindestgebühr. Das sind lediglich 26 Cent am Tag! Die Rechnung 'Illegal entsorgt ist gleich Geld gespart' geht also sicher nicht auf. Umgekehrt: Wer Wertstoffe wie Plastikverpackungen, Tetra Pak und Dosen sauber trennt und den anfallenden Restmüll richtig entsorgt, zahlt kaum mehr als die festgelegte Mindestsumme,“ so Michele Bellucco.

Stadtwerke Brixen AG, Brixen

stol