Donnerstag, 18. August 2016

Brüssel fordert mehr Asylexperten für Griechenland

Die EU-Kommission hat die EU-Staaten aufgerufen, Griechenland weitere Asylexperten zur Bewältigung der Flüchtlingskrise zur Verfügung zu stellen.

Täglich kommen weitere Flüchtlinge in Griechenland an.
Täglich kommen weitere Flüchtlinge in Griechenland an. - Foto: © APA/EPA

Derzeit seien in dem Land unter anderem 54 Fachleute der EU-Asylagentur EASO und 48 Dolmetscher im Einsatz. „Wir erwarten, dass die Mitgliedstaaten weiterhin dem Ruf nachkommen und den bislang nicht gedeckten Personalbedarf erfüllen“, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission am Donnerstag. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex sei hingegen mit mehr als 600 Einsatzkräften vor Ort ausreichend aufgestellt.

Kontroverse Aussagen über Personal

Die griechischen Behörden hatten zuletzt bemängelt, nur ein Bruchteil des versprochenen Personals sei bislang angekommen. Aus EU-Kreisen hieß es jedoch, bislang seien relativ wenig Experten vor Ort, da die griechischen Behörden teils keine geeigneten Arbeitsbedingungen geschaffen hätten.

Der EU-Türkei-Flüchtlingspakt sieht vor, dass illegal auf den griechischen Inseln ankommende Flüchtlinge und Migranten zurück in die Türkei geschickt werden. Für jeden zurückgeschickten syrischen Flüchtling darf seit dem 4. April ein anderer Syrer aus der Türkei legal in die EU einreisen. Bis zu 72 000 Menschen könnten auf diese Weise Aufnahme in Europa finden.

dpa

stol