Samstag, 02. Mai 2015

Brüssel will 2016 neue Geoblocking-Regeln vorschlagen

Verbraucher sollen im Internet nach dem Willen der EU-Kommission seltener ausgebremst werden, wenn sie nicht an ihrem üblichen Wohnort sind.

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In der ersten Jahreshälfte 2016 will die Brüsseler Behörde Vorschläge zur Eindämmung des sogenannten Geoblockings machen. Dies geht aus einem Entwurf zur Strategie zum „Digitalen Binnenmarkt“ hervor, der der dpa vorliegt. Am kommenden Mittwoch soll das Papier offiziell vorgestellt werden.

Geoblocking schränkt den Online-Zugriff zum Beispiel auf Filme oder TV-Programme je nach Standort des Nutzers ein. Die EU-Kommission hatte bereits im Vorfeld deutlich gemacht, dass ihr diese Zerstückelung des europäischen Marktes entlang nationaler Grenzen ein Dorn im Auge ist.

Zugleich erkennt sie aber an, dass etwa unterschiedliche Rechtsvorschriften eine grenzüberschreitende Verbreitung verhindern können. Sie will deshalb gegen „ungerechtfertigtes Geoblocking“ vorgehen. Im Detail bleibt der Entwurf bei dem Thema aber vage.

dpa

stol