Freitag, 09. März 2018

Bulgarien erinnert an Rettung von Juden vor 75 Jahren

Bulgarien hat den 75. Jahrestag der Rettung der bulgarischen Juden im damaligen Königreich begangen. Im Zweiten Weltkrieg hatte das mit Nazi-Deutschland verbündete Balkanland die Auslieferung von rund 48.000 Juden verweigert.

Bulgarien hat den 75. Jahrestag der Rettung der bulgarischen Juden im damaligen Königreich begangen.
Bulgarien hat den 75. Jahrestag der Rettung der bulgarischen Juden im damaligen Königreich begangen. - Foto: © shutterstock

„In den düstersten Jahren Europas und des Nationalsozialismus hat Bulgarien eine seiner glänzendsten Errungenschaften vollbracht“, sagte der Staatspräsident Rumen Radew am Freitag in Sofia bei einem Treffen mit Vertretern jüdischer Organisationen aus Israel und Bulgarien.

Am Denkmal für die Rettung von Bulgariens Juden in Sofia gedachten Parlamentarier des Landes der Opfer des Holocausts. „Volksvertreter, die bulgarische Kirche sowie die gesamte Öffentlichkeit haben gemeinsam Widerstand geleistet, um ihre Mitbürger zu retten“, erinnerte Parlamentspräsidentin Zweta Karajantschewa an die am 10. März 1943 begonnene Rettungsaktion.

Orthodoxe Kirche spielte große Rolle 

Bei der Rettung der bulgarischen Juden hat die Orthodoxe Kirche eine wichtige Rolle gespielt. Zum 75. Jahrestag der Rettung der Juden in dem Balkanland würdigten Organisationen bulgarischer Juden die Kirche mit der Schofar-Auszeichnung.

Das Schofar ist ein meist aus Widderhorn gefertigtes posaunenartiges Instrument, das an hohen jüdischen Feiertagen geblasen wird.

apa/dpa

stol