Montag, 28. November 2016

Bulgarien schickt 250 Migranten zurück nach Afghanistan

Bulgarien will nach Unruhen in seinem größten Flüchtlingszentrum 250 afghanische Migranten in ihre Heimat abschieben. Es handele sich um Menschen, die illegal in das EU-Land gelangt seien.

Das Verfahren einer freiwilligen Rückkehr von 50 Afghanen habe begonnen, teilte die Regierung am Montag in Sofia mit. Die Papiere der anderen 200 Afghanen würden noch bearbeitet.

Die Entscheidung der Regierung erfolgte nach Ausschreitungen von Migranten afghanischer Herkunft in dem Aufnahmelager Harmanli nahe der türkischen Grenze. Der Drahtzieher der Unruhen am vergangenen Donnerstag sei ein aus Deutschland abgeschobener Afghane gewesen.

18 der 400 vorübergehend festgenommenen Migranten sollen wegen „Hooliganismus und Beschädigung staatlichen Eigentums“ angeklagt werden und weiterhin in Haft bleiben. 1000 Migranten aus dem Zentrum in Harmanli, die sich nicht an die Vorschriften hielten, sollen in andere Lager an der der türkischen Grenze verlegt werden.

dpa

stol