Montag, 27. März 2017

Bundesregierung dementiert Trumps 340 Milliarden Euro-"Rechnung"

Die Bundesregierung hat einen Medienbericht dementiert, nach dem US-Präsident Donald Trump Bundeskanzlerin Angela Merkel eine „Rechnung“ über mehr als 340 Milliarden Euro für Nato-Leistungen ausgestellt haben soll.

Die Bundesregierung hat einen Medienbericht dementiert, nach dem US-Präsident Donald Trump Bundeskanzlerin Angela Merkel eine „Rechnung“ über mehr als 340 Milliarden Euro für Nato-Leistungen ausgestellt haben soll.
Die Bundesregierung hat einen Medienbericht dementiert, nach dem US-Präsident Donald Trump Bundeskanzlerin Angela Merkel eine „Rechnung“ über mehr als 340 Milliarden Euro für Nato-Leistungen ausgestellt haben soll. - Foto: © APA/AFP

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte Montag, der Bericht der Londoner Tageszeitung „Times“ treffe nicht zu.

Trump drängt die Verbündeten, das Nato-Ziel zu erfüllen, mindestens 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung auszugeben.

Die Nato-Mitglieder hatten sich 2002 erstmals zu dem Richtwert bekannt und ihn 2014 bekräftigt. Deutschland liegt seit 2002 kontinuierlich unter 2 Prozent, derzeit bei 1,2.

Nach dem Bericht der „Times“ hat Trump errechnen lassen, wie viele Milliarden Euro in den vergangenen 15 Jahren zum Richtwert gefehlt haben und Zinsen dazu gerechnet.

Nach Angaben der Zeitung soll die Summe bei mehr als 300 Milliarden britischen Pfund (346 Milliarden Euro) liegen.

Merkel hatte Trump vor gut einer Woche in Washington besucht. Der US-Präsident hatte anschließend auf Twitter geschrieben: „Deutschland schuldet der Nato riesige Summen, und die Vereinigten Staaten müssen besser für ihre mächtige und kostspielige Verteidigung bezahlt werden, die sie Deutschland bieten!“

Die Bundesregierung hat darauf verwiesen, dass es keine Schuldenkonten bei der Nato gebe.

dpa

stol