Farbstoffe und Pigmente in der PharmazieIm Fundus der Stadtapotheke Peer befindet sich ein auffallend großer Bestand verschiedenster Farbstoffe und Pigmente. Diese Sammlung natürlicher und künstlicher Farbgeber umfasst den Zeitraum vom 18. bis zum 20. Jahrhundert und bietet sich in ihrer Buntheit und Vielfalt als attraktives Thema für eine Sonderausstellung im Pharmaziemuseum an. Die Informationen und Geschichten zu Farbstoffen und Pigmenten mit den darin verborgenen Verknüpfungen zwischen Handwerk, Kunst und Pharmazie dokumentieren und beleben die bereits im Grundkonzept des Museums angelegte Kombination dieser Bereiche.Im Warensortiment der Apotheken nahmen Farbstoffe und Pigmente über Jahrhunderte einen festen Platz ein: durch ihre direkte Verwendung als Arzneimittel z.B. in der Dermatologie, als Hilfsstoffe zum Färben von Medikamenten oder mikroskopischen Präparaten und als Indikatoren bei chemischen Reaktionen.Heute existieren Tausende von künstlichen Farbstoffen und fast alle werden aus Erdölprodukten gewonnen. Angesichts der zur Neige gehenden Erdölvorräte wird neuerdings eine „sanfte Chemie“ angedacht, welche nur nachwachsende Rohstoffe verwendet und alle Abfälle in den Produktionszyklus zurückführt.Die Sonderausstellung ist ganzjährig geöffnet: dienstags und mittwochs von 14 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 16 Uhr. Öffnungszeiten im Juli und August: Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 16 Uhr.