Sonntag, 04. März 2018

Burkina Faso: Islamistische Terrorgruppe bekennt sich

Eine mit Al-Kaida verbundene Terrorgruppe hat sich zu dem tödlichen Anschlag in Burkina Faso auf eine Militärzentrale und die französische Botschaft bekannt. Die Angriffe seien Vergeltung für die Tötung zahlreicher Kämpfer der Gruppe durch Sicherheitskräfte, erklärte das sunnitische Terrorbündnis JNIM am Samstagabend der unabhängigen mauretanischen Nachrichtenagentur Alakhbar zufolge.

Eine mit Al-Kaida verbundene Terrorgruppe hat sich zu dem tödlichen Anschlag in Burkina Faso auf eine Militärzentrale und die französische Botschaft bekannt.
Eine mit Al-Kaida verbundene Terrorgruppe hat sich zu dem tödlichen Anschlag in Burkina Faso auf eine Militärzentrale und die französische Botschaft bekannt. - Foto: © APA/AFP

Bei dem Angriff vom Freitag in der Hauptstadt Ouagadougou waren mindestens 16 Menschen getötet worden, unter ihnen auch acht Angreifer. Rund 80 Menschen wurden teils schwer verletzt. Bei dem Angriff auf den Sitz des Generalstabs wurde örtlichen Medien zufolge nur knapp ein verheerendes Blutbad verhindert: Die Terroristen sprengten ein Gebäude, in dem eine wichtige Sitzung hätte stattfinden sollen, sie war aber im letzten Moment verlegt worden.

Die in Mali und angrenzen Gebieten der Sahelzone aktiven Terrorgruppen Ansar Dine, Al-Mourabitoun und der Sahara-Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) hatten sich vor einem Jahr zu einer neuen Koalition namens Unterstützergruppe für den Islam und Muslime (JNIM) zusammengeschlossen. Die Gruppen nutzen die Weiten des Sahara-Gebietes zum Rückzug.

Die frühere französische Kolonie Burkina Faso liegt in Westafrika. Das Land mit knapp 19 Millionen Einwohnern gehört einem UN-Index zufolge zu den fünf ärmsten Ländern der Welt. Zuletzt waren in Ouagadougou bei einem Anschlag auf ein Restaurant im vergangenen August knapp 20 Menschen ums Leben gekommen. Im Januar 2016 hatten Terroristen ein Restaurant angegriffen, 29 Menschen wurden getötet.

dpa

stol