Gegen <Fett>Diana</Fett>, die elfenhafte Märchenprinzessin mit der Aura eines Rockstars, hatte sie nie eine Chance.<BR /><BR /> „Weder hübsch noch intellektuell, aber kontaktfreudig und humorvoll“, wurde die junge <Fett>Camilla</Fett> <Fett>Shand</Fett> (74) einst beschrieben. Trotz ihrer konservativen Erziehung machte sie sich nicht viel aus Konventionen, liebte Partys und legte keinen großen Wert auf Äußerlichkeiten. <BR /><BR />In Thronfolger <Fett>Prinz Charles</Fett> (73) soll sich Camilla schon bei der ersten Begegnung 1970 verliebt haben. Und er sich in sie. Eine Hochzeit kam aber nicht in Betracht. Beide gingen unglückliche Ehen ein. Als Anfang der 1990er-Jahre die Liasion von Camilla und Charles bekannt wurde und der „Camillagate“-Skandal auf die beiden hereinbrach, schüttete die Boulevardpresse kübelweise Häme über sie aus. <BR /><BR />Nach den Scheidungen (Camilla wurde 1995 von <Fett>Andrew Parker Bowles</Fett>, 82, geschieden, Charles 1996 von Diana) versuchte der Thronfolger, die Briten langsam an seine Beziehung zu Camilla zu gewöhnen. Die Bemühungen erlitten mit dem tragischen Unfalltod von Diana einen herben Rückschlag. Ohnehin war Camilla für viele Briten schuld an der Trennung, die Trauer um die beliebte „Königin der Herzen“ verstärkte die Abneigung noch.<BR /><BR />2 Jahre nach dem Tod von Prinzessin Diana wagten Charles und Camilla erneut einen Vorstoß – wissend, dass sie dafür eine Menge Hass aushalten werden müssen. Sie muteten den Briten ihre Beziehung in kleinen Schritten zu: 1999 der erste gemeinsame Auftritt, 2001 der erste öffentliche Kuss, 2003 Camillas Einzug ins Clarence House. 2005 gaben sie ihre Verlobung bekannt, woraufhin über 900 Hass-Briefe ans Clarence House geschickt wurden. Am 9. April 2005 heirateten die beiden dann im Rathaus von Windsor standesamtlich. <Fett>Queen Elizabeth II.</Fett> (95) kam nicht, dafür aber zur anschließenden Segnung in der Kapelle in Windsor Castle. Als schwierig erwies sich vor allem die Arbeit an Camillas sprödem Image. Erst nach und nach hat sich Großbritannien an die Frau an der Seite des Kronprinzen gewöhnt. <BR /><BR />Immer wieder wurde im Laufe der Jahre darüber diskutiert, welchen Titel Camilla einmal tragen wird, wenn Charles seiner Mutter auf den Thron folgt. Nach Dianas Tod wollten viele die Nebenbuhlerin nicht auf dem Thron wissen. Bei der Verlobung des Prinzen von Wales mit Camilla gab Clarence House deshalb eine Erklärung heraus: „Es ist beabsichtigt, dass Mrs. Parker Bowles den Titel HRH The Princess Consort trägt, wenn der Prinz von Wales den Thron besteigt.“ Wohlgemerkt Prinzessin, nicht Königin. Camilla bekam auch nicht Dianas Titel Prinzessin von Wales, sondern wurde zur Herzogin von Cornwall ernannt.<BR /><BR />Mit seriösen Auftritten und viel Fleiß verschafften sich Charles und Camilla in den 16 Jahren seit ihrer Hochzeit als Paar Respekt. 200 Veranstaltungen absolvieren sie pro Jahr, und Camilla stiehlt ihm, im Gegensatz zu Diana, nie das Rampenlicht. Sie ist absolut loyal. Heute wird sie für ihre Wohltätigkeitsarbeit bewundert, sie setzt sich für Tierrechte und Obdachlose ein sowie für Themen wie häusliche Gewalt, Diabetes oder Analphabetismus.<BR /><BR />Camillas Einsatz in der ersten Reihe der britischen Königsfamilie hat sich gelohnt. Auch bei der Schwiegermutter. Anlässlich ihres Platinjubiläums am vergangenen Sonntag äußerte die Queen den Wunsch, dass Camilla „Queen Consort“ wird (die „Dolomiten“ berichteten am Montag). „Queen Consort“ bedeutet so viel wie Königsgemahlin und ist der traditionelle Titel für die Ehefrau des regierenden Monarchen, wodurch sie dessen Würden und Privilegien teilt. Analog zur Anrede des Königs „His Majesty“ gilt ihr die Anrede „Her Majesty“. Ihren Tod zu planen kommt einem Hochverrat gleich, genauso wie mit ihr in sexueller Beziehung zu stehen. Nach dem Tod ihres königlichen Gemahls wird sie zur „Queen Dowager“ (zu Deutsch: Königinwitwe). <h3> Queen Consort –Was bedeutet der Titel?</h3>Eine „Queen Consort“ hat natürlich nicht den Status einer „Queen Regnant“. Letzterer ist für weibliche Herrscherinnen vorgesehen, die durch die Thronfolge zur Monarchin wurden. So erhielt Elizabeth am 6. Februar 1952 den Titel der Queen, als ihr Vater <Fett>König George VI.</Fett> verstarb und sie zur Königin wurde. Für die Ehemänner der weiblichen Regenten gilt übrigens eine andere Titelregelung. Nach der Heirat mit der künftigen Königin legte <Fett>Prinz Philip</Fett> seinen Titel als Prinz von Griechenland und Dänemark ab und wurde zum Herzog von Edinburgh. Als die Königin den Thron bestieg, wurde Prinz Philip nicht zum König oder Königsgemahl – stattdessen lautet der korrekte Titel für den Ehemann einer regierenden Monarchin „Prinzgemahl“. Denn der Königstitel darf nur an einen Mann vergeben, der den Thron erbt und als Herrscher regiert.<BR /><BR />Obwohl sich Elizabeths und Camillas Titel unterscheiden, ist es dennoch sehr wahrscheinlich, dass die Herzogin nach Charles' Thronübernahme im Allgemeinen „Queen Camilla“ genannt wird. Immerhin wurde auch Elizabeths Mutter vor dem Tod ihres Gatten als Queen bezeichnet. Erst nachdem ihre Tochter zur Königin wurde, nannte man sie „The Queen Mother“ oder im Volksmund auch „Queen Mum“. <BR /><BR />Charles und Camilla teilten laut Nachrichtenagentur PA mit, sie seien „berührt und geehrt“ von der Geste der Queen. Die Prinzen <Fett>William</Fett> (39) und <Fett>Harry</Fett> (37) schwiegen zur „Beförderung“ ihrer Stiefmutter.<BR /><BR />Und was sagen die Briten dazu? Laut einer Umfrage, die „Mail Online“ in Auftrag gegeben hat, befürworten 55 Prozent der Briten diesen Schritt. Nur 28 Prozent waren dagegen. Die Mehrheit ist jedoch immer noch der Meinung, dass Prinzessin Diana die bessere Königin gewesen wäre.