Mittwoch, 25. Juli 2018

Campill/Lungiarü wird Bergsteigerdorf

Am 5. August wird Campill/Lungiarü im Rahmen der Roda dles Viles als zweites Südtiroler Dorf offiziell dem Netzwerk der Bergsteigerdörfer beitreten. Träger der Initiative in Südtirol ist der Alpenverein Südtirol (AVS).

Idyllisches Campill/Lungiarü. Foto: TV St. Martin
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Idyllisches Campill/Lungiarü. Foto: TV St. Martin

Das Bergsteigerdorf in den Dolomiten zeichnet sich durch seine Ursprünglichkeit, eine hohe Landschaftsqualität und die ladinische Sprache und Siedlungskultur aus.

Bei dem Rundgang durch die Weiler „Roda dles Viles“ am 5. August 2018, organisiert von der Freiwilligen Feuerwehr, wird Lungiarü/Campill feierlich dem internationalen Netzwerk der Bergsteigerdörfer beitreten. Der AVS, die Gemeinde San Martin de Tor/St. Martin in Thurn, der örtliche Tourismusverein, die lokale Arbeitsgruppe, aber vor allem die Dorfbevölkerung sind von der Initiative Bergsteigerdörfer als Zukunftsperspektive für die nachhaltige Entwicklung des Dorfes überzeugt. Als Bergsteigerdorf will Lungiarü seine Ursprünglichkeit bewahren und seine Besonderheiten neu in Wert setzen. Gleichzeitig verfolgt der Ort damit einen nachhaltigen und umweltverträglichen Alpentourismus.

Was Lungiarü so besonders macht

Unter den bald 26 Bergsteigerdörfern sticht Lungiarü durch die ladinische Sprache und Kultur und durch seine Lage am Fuße der Dolomiten hervor. Lungiarü ist Teil der Gemeinde San Martin de Tor/St. Martin in Thurn und liegt im Val da Lungiarü/Campiller Tal abseits der Tourismuszentren des Gadertals. Das Dorf im Talboden auf 1.400?Metern wird von den Dolomitengipfeln der Puez-, Geisler und Peitlerkofelgruppe umschlossen, die Teil des UNESCO-Welterbes Dolomiten sind. Mehr als die Hälfte des Fraktionsgebietes liegt im Naturpark Puez-Geisler.

Besonderheiten des ruhig gelegenen Dorfes sind die Viles: Diese Gehöftegruppen oder Weiler wurden auf den klimatisch begünstigten Südhängen oberhalb des Dorfkerns errichtet, wo der Wald dem Getreide- und Ackerbau weichen musste. Die Bauernhäuser weisen eine eigentümliche „Pilzform“ auf, bestehend aus einem gemauerten Untergeschoss und einem vorkragenden Obergeschoss aus Holz. Diese Kulturzeugnisse sowie vielfältige Tourenmöglichkeiten zu den umliegenden Almen, Schutzhütten, Bergwiesen und Dolomitengipfeln machen Lungiarü ganzjährig zu einem Ziel für Kultur-, Natur- und Bergbegeisterte.

Roda dles Viles – Bergsteigerdorf Lungiarü Beitrittsfeier – 40 Jahre Naturpark Puez-Geisler

Am 5. August können auf der Roda dles Viles (ab 8 Uhr) die Viles erkundet werden. Die Besucher erhalten Einblicke in das bäuerliche Handwerk und können verschiedene ladinische Spezialitäten verkosten. Um 15.00 Uhr findet der Einzug mit der Musikkapelle zum Festplatz statt, ab 16.00 Uhr die Bergsteigerdorf-Beitrittsfeier mit den Grußworten, die Unterzeichnung der Bergsteigerdörfer-Deklaration, die Würdigung der 23 Partnerbetriebe und die Vorstellung der Einzelbroschüre zu den Besonderheiten des neuen Bergsteigerdorfes. Zudem werden 40?Jahre Naturpark Puez-Geisler gefeiert.

stol