Mittwoch, 26. August 2015

Caritas: „Für eine Zukunft ohne Hunger“

Rund 800 Millionen Menschen weltweit leiden an Hunger. Besonders hart ist die Situation in Afrika.

Millionen Mütter und Väter wissen Tag für Tag nicht, wie sie ihren Kindern genügend zu essen geben können. Und dennoch: Heute müssen weltweit um 167 Millionen Menschen weniger hungern als noch vor zehn Jahren. Darauf weist die Caritas im Rahmen ihrer diesjährigen Sensibilisierungs- und Spendenkampagne „Hunger macht keine Ferien“ hin.

„Diese Zahlen zeigen, dass der Hunger besiegt werden kann“, betonen die beiden Caritas-Direktoren Franz Kripp und Paolo Valente, die sich bei den zahlreichen Spenderinnen und Spendern aus Südtirol für die Hilfe in den vergangenen Jahren bedanken.

„Mit ihrer Unterstützung kann dort, wo Hilfe so notwendig ist, Großes geleistet werden.“ Allein im vergangenen Jahr hat die Caritas in 23 verschiedenen Hilfsprojekten mehr als 110.000 Menschen in Afrika eine neue Lebensgrundlage gegeben.

In Afrika liegt das Hauptaugenmerk der Caritas neben Bildungsmaßnahmen und sanitärer Grundversorgung auf der Förderung der Landwirtschaft. Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung auf diesem Kontinent leben von Ackerbau und Viehzucht und sind vollkommen vom Regen abhängig. „Kommt er nicht, verdorrt der Mais auf den Feldern und die Wasserstellen versiegen. Die Tiere werden verkauft, weil sie sonst verenden. Den Familien bleibt dann nichts mehr zum Leben.

In über 23 Hilfsprojekten in zehn verschiedenen Ländern ist die Caritas bemüht, den Afrikanern Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten“, sagt Fabio Molon von der CaritasAuslandsarbeit. Gleichzeitig setzt sich die Caritas auch für die Nothilfe ein. „Wir versorgen Kinder und stillende Mütter mit stark protein- und vitaminhaltigen Nahrungsmitteln und verteilen Saatgut an tausende Familien.“ Dadurch könne Tausenden von Menschen eine Existenzgrundlage gesichert werden.

Auch heuer wirbt die Südtiroler Caritas wieder um Spenden und sog. Hungerpatenschaften. „Sieben Euro im Monat reichen aus, um einem Menschen in Afrika das Überleben bis zur nächsten Ernte und darüber hinaus zu sichern. 14 Euro bedeuten, dass nicht nur ein, sondern zwei Kinder satt werden“, erläutert die Mitarbeiterin der Caritas Auslandsarbeit, Judith Hafner. Damit könne beispielsweise ein Bauer im Senegal ein zweites Mal aussähen, falls der Regen zu spät gekommen ist und die erste Aussaat verdorrt ist.

14 Euro reichen aus, um einer Frauengruppe in der Demokratischen Republik Kongo das nötige Startkapital für eine Bäckerei zur Existenzsicherung zu geben. „Eine Frau in Äthiopien erhält dadurch Hilfe, falls es zu Komplikationen während der Schwangerschaft oder der Geburt kommt. Ihr Säugling wird geimpft und bekommt Zusatznahrung, welche die lebenslangen Schäden einer frühkindlichen Unterernährung verhindert“, so Hafner weiter.

Wer den Einsatz der Caritas mit einer Spende oder als Hungerpate unterstützen möchte, kann unter dem Kennwort „Hunger in Afrika“ einen Dauerauftrag bei seiner Bank einrichten oder seine Spende einmalig einzahlen. Die Caritas setzt die Spenden zu 100 Prozent für die Projektarbeit ein. Für die Finanzierung der Verwaltungstätigkeit und Bewerbung der Projekte kommen Sponsoren auf.

Spendenkonten der Caritas Diözese Bozen-Brixen:

Intesa Sanpaolo, IBAN: IT18 B0306911619000006000065
Raiffeisen Landesbank, IBAN: IT42 F0349311600000300200018;
Südtiroler Sparkasse, IBAN: IT17 X0604511601000000110801;
Südtiroler Volksbank, IBAN: IT12 R0585611601050571000032.

stol