Freitag, 25. November 2016

Castro ist tot: Kuba ruft Staatstrauer aus

In Kuba ist nach dem Tod des Revolutionsführers Fidel Castro eine neuntägige Staatstrauer ausgerufen worden.

Kuba hat anlässlich des Todes von Fidel Castro eine 9-tägige Staatstrauer ausgerufen.
Kuba hat anlässlich des Todes von Fidel Castro eine 9-tägige Staatstrauer ausgerufen. - Foto: © APA/AFP

Der kubanische Staatsrat ordnete die Staatstrauer bis zum 4. Dezember an, wie die Zeitung „Juventud Rebelde“ am Samstag online berichtete.

Während der Trauerperiode sollen die Fahnen auf halbmast gesetzt werden, Rundfunk und Fernsehen auf eine „informative, patriotische und historische“ Programmgestaltung achten und alle öffentlichen Veranstaltungen abgesagt werden. Am Samstag sollte der spanische Tenor Plácido Domingo erstmals ein Konzert in Kuba geben.

„Ich werde 100 Jahre weinen“

Nach dem Tod Castros herrscht bei vielen Kubaner Trauer. Die meisten können sich ein Leben ohne den „Maximo Lider“ gar nicht vorstellen. „Alle Kubaner weinen heute Nacht“, sagt die 42-jährige Marbelys einem Reporter der Deutschen Presse-Agentur in der Nacht auf Samstag in der Hauptstadt Havanna.

„Ich werde 100 Jahre weinen“, sagt Digna Maritza in Havanna. „Fidel hat uns Armen alles gegeben.“ Junge Leute kommen aus den Clubs und Bars – ungläubige Gesichter. In einer Cafeteria warten die Leute auf weitere Nachrichten.

apa/dpa

stol